AK Rohstoffe – Newsletter / September 2014 # 06

Liebe Leser/innen,

Herzlich Willkommen zur 6. Ausgabe des Newsletters des AK Rohstoffe. Mehr als Zweidrittel der Fläche der Erde ist mit Ozeanen bedeckt, auf dessen Grund und darunter zum Teil große Ressourcenvorkommen lagern. Kein Wunder, dass die Politik und Industrie diese Schätze ins Visier nimmt. Die Auswirkungen der Gewinnung sind in vielen Fällen noch nicht erforscht, können aber für Tier- und Pflanzenwelt der Meere sowie für den Menschen gravierende Auswirkungen haben. Der Schwerpunktartikel von Claudia Härterich zum maritimen Bergbau gibt einen aktuellen Überblick.

Darüber hinaus haben wir weitere spannende Artikel gesammelt und freuen uns immer auf Hinweise zu Publikationen aus der Zivilgesellschaft oder Veranstaltungsmitteilungen. Vom 24. bis 25. Oktober veranstalten wir zudem wieder den beliebten Crashkurs „Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit“, für den Sie sich noch bis zum 30. September bewerben können. Weiterlesen

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Jetzt bewerben: Crashkurs „Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit“

Crashkurs „Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit“ für politisch Aktive und MultiplikatorInnen aus Parteien, Gewerkschaften sowie
umwelt- & entwicklungspolitischen NGOs

Zeit: Freitag, 24. Oktober 2014, 11.00 Uhr bis Samstag, 25 Oktober 2014, 17 Uhr
Ort: Bochum (Nordrhein-Westfalen)

Veranstalter: PowerShift e.V. und Brot für die Welt
Kooperationspartner: FIAN Deutschland, Christliche Initiative Romero, Oxfam Deutschland, Forum Umwelt und Entwicklung, Kosa (Koordination Südliches Afrika), Stiftung Asienhaus, philippinenbüro im Asienhaus, FDCL, kolko, Africavenir, attac, Nordrhein-Westfalen entwickeln für Eine Welt, Nabu

Link zu dem PDF-Dokument

Als bedeutende Industrienation zählt Deutschland zu den größten Rohstoffkonsumenten der Welt. Metallrohstoffe, Industriemineralien sowie Energierohstoffe werden in großem Umfang aus dem Ausland, häufig aus dem globalen Süden, eingeführt. Die deutsche Bundesregierung hat im Jahr 2010 eine Rohstoffstrategie veröffentlicht, die sich nach den Interessen der Wirtschaftsakteure richtet und für die die Zivilgesellschaft nicht konsultiert wurde. Die Regierung hat so Rahmenbedingungen für „eine nachhaltige, international wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung“ (BMWi) geschaffen, u.a. durch die außenpolitische und außenwirtschaftliche Flankierung des Rohstoffgeschäftes privater Unternehmen. Damit forcieren die politischen Akteure die Öffnung von Märkten, sowie einen folgenreichen freien Handel mit Rohstoffen. Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsanliegen spielen dabei, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.
Dieser Crashkurs führt in Themen der Rohstoffpolitik ein und legt dabei besonderen Fokus auf ihre sozialen und ökologischen Folgen. Dabei wird das Vorgehen deutscher und europäischer Akteure ebenso beleuchtet, wie die Folgen des Abbaus in den Herkunftsländern und alternative Abbaukonzepte. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Abbau von Kohle in Deutschland und dessen langzeitige Folgen, sowie auf den sozial-ökologischen Aspekten der Gewinnung metallischer Rohstoffe.
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AK Rohstoffe auf der DeGrowth-Konferenz: Towards democratic and global just resource policy

Towards democratic and global just resource policy

In this workshop we want to discuss the consequences of the unsustainable and unequal policies concerning primary commodities in Germany and Europe. On the one hand consequences in the Global South and / or in Europe are presented. Furthermore solutions and a way out shell be shown. Care of human rights are part of it as well as debates on a sustainable consumption of raw materials in Germany.

Day: Friday
Time: 14:30 – 16:30
Room: HS 4

Speaker:
Father Ferdinand Muhigirwa
He is Director of the Arrupe Research and Training Center in Lumumbashi, Katanga and advisor to the Democratic Republic of the Congo Episcopal Commission on Natural Resources, as well as Board member of the Open Society Institute for Southern Africa. A Jesuit professor of social philosophy, Father Muhigirwa is an expert in good governance in the mining sector, working closely with affected local populations.

Mrs. Getrude Chimange
She is Coordinator of the Justice and Peace Commission of the Catholic Church in the mining province of Mutare, Zimbabwe. An expert in governance and conflict resolution, Mrs. Chimange works with social groups facing precarious and dangerous conditions in Southern Africa.

Michael Reckordt
He is coordinator of the German civil-society network AK Rohstoffe and is based in Berlin.

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Damit aus Rohstoffpartnerschaften keine Leidensgemeinschaften werden

Im Rahmen der am gestrigen Montag unterzeichneten Rohstoffpartnerschaft mit Peru hat der AK Rohstoffe eine kurzes Papier mit einer generellen Stellungnahme zu den Abkommen veröffentlicht, damit aus Rohstoffpartnerschaften keine Leidensgemeinschaften werden. Nach der Mongolei und Kasachstan ist die Partnerschaft mit Peru das dritte Abkommen dieser Art, das vor allem die Versorgungssicherheit der deutschen Industrie mit Rohstoffen sicherstellen soll. Deutsche NGOs, die sich im AK Rohstoffe organisieren, sehen in diesen Partnerschaften die Gefahr, dass existierende Konflikte im Rahmen von Bergbauaktivitäten in diesen Ländern verschärft werden (vgl. Presseerklärungen von Misereor und Germanwatch, auch weiter unten).
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Joint Civil Society Briefing: Ensuring robust EU legislation on responsible mineral sourcing

Joint Civil Society Briefing: Ensuring robust EU legislation on responsible mineral sourcing

Recommendations to strengthen the European Commission’s proposal for a ‘regulation setting up a Union system for supply chain due diligence self-certification of responsible importers of tin, tantalum and tungsten, their ores, and gold originating in conflict affected and high-risk areas’

The new European Parliament has a critical opportunity to strengthen legislation proposed by the European Commission that aims to create responsible mineral supply chains for Europe.(1)
In its current form the Commission’s proposal, a voluntary scheme open to a limited number of companies, is weak and unfit for purpose.
We are calling on MEPs to amend the draft legislation so that it legally requires companies to check their supply chains and identify and mitigate risk – a process known as due diligence – in line with existing international standards. Companies should also be required to report publicly on their efforts. Weiterlesen

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AK Rohstoffe – Newsletter / Juli 2014 # 05

AK Rohstoffe Newsletter # 05

Liebe Leser/innen,

Herzlich Willkommen zur 5. Ausgabe des Newsletters des AK Rohstoffe. Dieses Mal haben wir uns gegen einen Schwerpunkt-Artikel entschieden, da im Grunde der Artikel von Susanne Friess zur Rohstoffpartnerschaft mit Peru noch immer aktuell ist (vgl. AK Rohstoffe Newsletter #04). Diese Partnerschaft wird aller Voraussicht nach noch diesen Monat unterzeichnet werden. Auch der Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wird sich mit der Frage der Partnerschaft beschäftigen (Seite des AWZ).

Darüber hinaus haben wir weitere spannende Artikel gesammelt und freuen uns immer auf Hinweise zu Publikationen aus der Zivilgesellschaft oder Veranstaltungsmitteilungen sowie über kurze Rückmeldungen. Darüber hinaus bedanken wir uns bei Tilla Balzer für das neue Layout des Newsletters.

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Erdöl, Macht, Widerstand – Film und Diskussion am 17.07.14

Um welchen Preis wird der verbissene kapitalistische Wettlauf um die letzten Rohstoffressourcen der Erde geführt? Filmvorführung mit anschließender Diskussion: BIG MEN – EVERYONE WANTS TO BE BIG, Donnerstag, 17.07.2014 19 Uhr Programmkino Lumiere Geismarlandstr. 19, Göttingen. Weiterlesen

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Die dunkle Seite der Importkohle

Neue Studie “The dark side of coal” zu Menschenrechtsverletzungen durch Bergbaukonzerne in Kolumbien veröffentlicht
Die niederländische Organisation PAX hat einen Bericht zur Menschenrechtssituation im kolumbianischen Bergbausektor veröffentlicht. In diesem deckt sie die Verwicklung der Kohleunternehmen Drummond und Prodeco/Glencore in die Gewaltaktionen paramilitärischer Gruppen gegen Gewerkschafter in der Bergbauregion Cesar auf.

Pressemitteilung: Die dunkle Seite der Importkohle
Berlin, 25.6.2014 Auf Einladung von urgewald und PowerShift präsentiert Marianne Moor von der niederländischen Organisation PAX heute in Berlin den Recherchebericht „The dark side of Coal“. Darin untersucht PAX die Verstrickung zwischen den Kohleunternehmen Drummond und Prodeco/Glencore und Paramilitärs, die die kolumbianische Bergbauregion Cesar von 1996 bis 2006 mit einer Welle von Gewalt überzogen haben. Weiterlesen

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Bergbau in Kolumbien – Fortschritt für wen?

„Die Lebensbedingungen der Menschen haben sich durch die Bergbauaktivitäten in der Region radikal verändert; es gibt keinen Zugang mehr zu den Ländereien für den Ackerbau, das Weiden und die Jagd. Der Fischfang (…) wird heute als Risiko gesehen, denn der Fluss führt durch die Gebiete der großen Bergbauunternehmen, die man für das Weiden der Tiere und für die Jagd nicht betreten darf.“

Die kolumbianische Regierung setzt in ihrem Entwicklungsplan auf den Bergbau als “Lokomotive des Fortschritts”. Der Bergbausektor gehört mit wichtigen Vorkommen an Gold, Nickel und Kohle zu den bedeutendsten und stark wachsenden Sektoren. Steinkohle ist heute zweitwichtigstes Exportgut nach Öl und vor Kaffee, weshalb ihr im Folgenden besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.
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Vortragsreihe mit Nnimmo Bassey im Juni 2014

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Wie lebt es sich in der Öl-Katastrophe Nigerias?

Seit Jahrzehnten fördert Shell im Nigerdelta Erdöl – mit katastrophalen Folgen für die Menschen und die Umwelt: das Trinkwasser ist durch Erdöl vergiftet, Felder und Flüsse sind verseucht. Es ist eine der gravierendsten Umweltkatastrophen unserer Zeit. Die Verantwortung dafür liegt bei Shell und bei Nigerias Regierung.

Nnimmo Bassey, Träger des Alternativen Nobelpreises und Vorstandsmitglied von Friends of the Earth Nigeria, berichtet für uns aus Nigeria. Weiterlesen

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