Einladung D-EITI Auftaktveranstaltung

Am 26. November 2014 findet in Berlin der D-EITI Transparenzgipfel, die offizielle Auftaktveranstaltung der EITI-Umsetzung in Deutschland statt.

Dabei sollen die Erwartungen an D-EITI und die internationalen Erfahrungen besprochen, sowie eine kurze Einschätzung aus verschiedenen Perspektiven gegeben werden. Zum Abschluss findet dann das Auftaktgespräch der Multi-Stakeholder-Gruppe statt.

Den Einladungsflyer mit Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

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Rohstoffe: Fairer Abbau statt Raubbau

Vortrag und Diskussion mit Michael Reckordt

Koordinator AK Rohstoffe, PowerShift e. V.

Montag, den 24. November 2014, 19:30 Uhr im Georg-Buch-Haus, Wellritzstraße 38, Wiesbaden
Eintritt frei

Für Produkte „Made in Germany“ kommen Rohstoffe aus aller Welt nach Deutschland. Durch die hohe Nachfrage tragen deutsche Firmen und die Bundesregierung eine unternehmerische und politische Mitverantwortung für die Folgen des Abbaus der mineralischen und energetischen Rohstoffe. Dieser findet in Entwicklungs- und Schwellenländern häufig auf Kosten von Menschenrechten und Umwelt statt. Oft sind die Regierungen in diesen Ländern nicht willens oder in der Lage, die Rechte ihrer Bevölkerung effektiv zu schützen. Die Mehrheit der Bürger/innen und vor allem die lokalen Gemeinschaften in den Abbau- und Förderregionen profitieren kaum vom Reichtum; doch sie sind es, die unter den negativen Begleiterscheinungen des Abbaus leiden.

Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen die Auswirkungen des Rohstoffabbaus und wie sich die Zivilgesellschaft vor Ort und in Deutschland für eine demokratische und global gerechte Rohstoffpolitik einsetzen.

Plakat zur Veranstaltung

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www.attac-wiesbaden.de; Infos: 06129 2204.

Kooperationspartner: Kath. Erwachsenenbildung-Bildungswerke Wiesbaden-Untertaunus und Rheingau, Ev. Sozialpfarramt Wiesbaden, VHS Wiesbaden.

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Pressemitteilung MISEREOR: Konfliktrohstoffe – Die Finanzierung von Gewalt muss ein Ende haben

Bischöfe weltweit rufen das Europäische Parlament zur Nachbesserung des Gesetzentwurfs auf

(Aachen, 14.10.2014) 70 Bischöfe aus Lateinamerika, Asien, Afrika und Europa appellieren in einer gemeinsamen Erklärung an das EU-Parlament, endlich verbindliche Regeln aufzustellen, die die Finanzierung von gewaltsamen Konflikten durch den Handel mit Rohstoffen verhindern.

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel begrüßt die Erklärung. “In unserer Projektarbeit haben wir täglich die Konflikte und die Folgen vor Augen, die durch den Abbau und lukrativen Handel von Rohstoffen weiter geschürt werden”, so Spiegel. “Auch deutsche Unternehmen sind für ihre Lieferketten verantwortlich.” Wie andere europäische Firmen importieren sie unzählige Rohstoffe aus den Ländern des globalen Südens, deren Förderung oft mit gewaltsamen Konflikten und schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen einhergeht. Zudem dient vielen Konfliktparteien – etwa in Kolumbien, Myanmar oder der Demokratischen Republik Kongo – der Handel mit Rohstoffen als Finanzierungsquelle. Konfliktrohstoffe werden auch in Deutschland in der Automobil-, Maschinenbau-, Elektro- und Energieindustrie verarbeitet.

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Fotoausstellung: Dirty Profits

Am 9. Oktober wurde in Frankfurt die Fotoausstellung von Katrin Krämer zu den Folgen von Bergbau in Tanszania, Mozambique und Namibia eröffnet. Darin werden kontroverse Industriepojekte und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt thematisiert. Die Künstlerin fokussiert sich dabei vor allem auf individuelle Schicksale und porträtiert dreizehn Menschen, die zum Teil ihrer Lebensgrundlage beraubt werden.

Ausstellung: dirty profits von Katrin Krämer im IG-Metall Main-Forum, Frankfurt. Mehr Infos zur Ausstellung und dem dazugehörigen Buch unter: http://katrinkraemer.com/

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Stoppt toxischen Goldbergbau in Europa

Kampagne Bang! Ban Cyanide

Mit wachsender Nachfrage nach Handys, Computern und anderen elektronischen Geräten steigt auch der Bedarf an Metallen und Gold. Letzteres wird vermehrt in Europa abgebaut, obwohl dabei hoch giftige Chemikalien wie Zyanid zum Einsatz kommen – mit katastrophalen Folgen für Mensch und Umwelt.

Eine breite Koalition aus europäischen NGOs, lokalen Initiativen und Gemeinden hat sich zusammengetan um diesem Trend ein Ende zu setzen. Schon in 2010 hat das Europäische Parlament für ein Verbot von Zyanid-basiertem Bergbau gestimmt. Zusammen mit den anderen eurpäischen Organisationen fordert PowerShift Karmenu Vella, den designierten EU-Umweltkommissar auf, dieses Ergebnis zu implementieren und dementsprechend zu handeln, sodass der Einsatz von Zyanid in Zukunft nicht mehr auf europäischem Boden geschieht.

Zyanid kennt keine Grenzen und wir rufen daher alle eruopäischen Freund/innen auf, uns in diesem Kampf zu unterstützen.

Hier geht es zu aktuellen Informationen und Hintergrundartikeln zur Kampagne.

#askteamjuncker to #bancyanide at the #EPhearings2014

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EU-Direktive zur verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen aus Konfliktregionen

EU-Direktive zur verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen aus Konfliktregionen

Dossier des Ökumenischen Netz Zentralafrika (ÖNZ)

Damit europäische Unternehmen nicht zur Finanzierung gewaltsamer Konflikte beitragen, hat das EU-Handelsministerium unter Kommissar Karel de Gucht am 5. März 2014 den Vorschlag einer EU-Direktive zur verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen aus Konfliktgebieten veröffentlicht. Dieser Vorschlag wurde dem EU-Parlament vorgelegt, welches im Trialog mit dem EU-Rat und dem EU-Handelsministerium voraussichtlich Anfang nächsten Jahres darüber abstimmen wird.
Anstoß für die EU-Initiative war der im Jahr 2010 verabschiedete US-amerikanische Dodd-Frank Act (DFA) 1502, der allen an der US-Börse notierten Unternehmen verpflichtende Nachweise über die sogenannten ‚3TG‘ (Tantal, Zinn, Wolfram und Gold) vorschreibt, die diese aus der DR Kongo und den 9 Anrainerstaaten beziehen.
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English version: European companies able to reap rewards from deadly conflict mineral trade

European companies able to reap rewards from deadly conflict mineral trade

by Global Witness

The European Union is failing to stifle a deadly trade in conflict minerals, a coalition of rights groups including Global Witness and Amnesty International warned today, weeks before new legislation will be discussed in Parliament.

A new analysis by Global Witness shows that companies are bringing billions of euros worth of minerals into Europe without having to disclose if their purchases finance armed groups or human rights violations in countries ravaged by conflict.

“At the moment we have no way of knowing what European companies are doing to avoid funding conflict or human rights abuses,” said Michael Gibb of Global Witness.

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Pressemitteilung: Europäische Unternehmen profitieren von tödlichem Handel mit Konfliktrohstoffen

Pressemitteilung: Europäische Unternehmen profitieren von tödlichem Handel mit Konfliktrohstoffen
als pdf (deutsch / englisch), weitere Information finden Sie online (englisch)

London / Berlin, 24. September 2014:

Die Europäische Union verfehlt ihr Ziel, den tödlichen Handel mit Konfliktrohstoffen zu unterbinden, warnt eine europäische Koalition aus Menschenrechtsgruppen um Global Witness und Amnesty International einige Wochen bevor die neue Gesetzgebung zu Konfliktrohstoffen (Gold, Tantal, Wolfram und Zinn) im Europäischen Parlament diskutiert werden soll.

Eine neue Studie von Global Witness zeigt, dass Unternehmen Rohstoffe im Wert von vielen Milliarden Euro nach Europa bringen, ohne offenlegen zu müssen, ob diese Importe bewaffnete Gruppen oder gravierende Menschenrechtsverletzung finanzieren.

„Im Moment haben wir keine Möglichkeit zu erfahren, was Unternehmen tun, um diese Konfliktfinanzierung zu vermeiden“, sagt Michael Gibb von Global Witness. „Die EU hat angekündigt, dieses Problem entschlossen anzugehen. Doch der vorliegende Gesetzesentwurf beinhaltet lediglich, dass Unternehmen freiwillig eine Prüfung und Offenlegung der Rohstoffquellen vornehmen können. Studien zeigen jedoch, dass Unternehmen nur dann ihre Zulieferketten kontrollieren, wenn sie dazu verpflichtet sind. Um es ganz deutlich zu sagen: Diese Gesetzgebung wird nicht dazu beitragen, den Handel mit Konfliktmineralien einzudämmen.“
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AK Rohstoffe – Newsletter / September 2014 # 06

Liebe Leser/innen,

Herzlich Willkommen zur 6. Ausgabe des Newsletters des AK Rohstoffe. Mehr als Zweidrittel der Fläche der Erde ist mit Ozeanen bedeckt, auf dessen Grund und darunter zum Teil große Ressourcenvorkommen lagern. Kein Wunder, dass die Politik und Industrie diese Schätze ins Visier nimmt. Die Auswirkungen der Gewinnung sind in vielen Fällen noch nicht erforscht, können aber für Tier- und Pflanzenwelt der Meere sowie für den Menschen gravierende Auswirkungen haben. Der Schwerpunktartikel von Claudia Härterich zum maritimen Bergbau gibt einen aktuellen Überblick.

Darüber hinaus haben wir weitere spannende Artikel gesammelt und freuen uns immer auf Hinweise zu Publikationen aus der Zivilgesellschaft oder Veranstaltungsmitteilungen. Vom 24. bis 25. Oktober veranstalten wir zudem wieder den beliebten Crashkurs „Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit“, für den Sie sich noch bis zum 30. September bewerben können. Weiterlesen

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Jetzt bewerben: Crashkurs „Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit“

Crashkurs „Rohstoffpolitik und Ressourcengerechtigkeit“ für politisch Aktive und MultiplikatorInnen aus Parteien, Gewerkschaften sowie
umwelt- & entwicklungspolitischen NGOs

Zeit: Freitag, 24. Oktober 2014, 11.00 Uhr bis Samstag, 25 Oktober 2014, 17 Uhr
Ort: Bochum (Nordrhein-Westfalen)

Veranstalter: PowerShift e.V. und Brot für die Welt
Kooperationspartner: FIAN Deutschland, Christliche Initiative Romero, Oxfam Deutschland, Forum Umwelt und Entwicklung, Kosa (Koordination Südliches Afrika), Stiftung Asienhaus, philippinenbüro im Asienhaus, FDCL, kolko, Africavenir, attac, Nordrhein-Westfalen entwickeln für Eine Welt, Nabu

Link zu dem PDF-Dokument

Als bedeutende Industrienation zählt Deutschland zu den größten Rohstoffkonsumenten der Welt. Metallrohstoffe, Industriemineralien sowie Energierohstoffe werden in großem Umfang aus dem Ausland, häufig aus dem globalen Süden, eingeführt. Die deutsche Bundesregierung hat im Jahr 2010 eine Rohstoffstrategie veröffentlicht, die sich nach den Interessen der Wirtschaftsakteure richtet und für die die Zivilgesellschaft nicht konsultiert wurde. Die Regierung hat so Rahmenbedingungen für „eine nachhaltige, international wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung“ (BMWi) geschaffen, u.a. durch die außenpolitische und außenwirtschaftliche Flankierung des Rohstoffgeschäftes privater Unternehmen. Damit forcieren die politischen Akteure die Öffnung von Märkten, sowie einen folgenreichen freien Handel mit Rohstoffen. Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsanliegen spielen dabei, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.
Dieser Crashkurs führt in Themen der Rohstoffpolitik ein und legt dabei besonderen Fokus auf ihre sozialen und ökologischen Folgen. Dabei wird das Vorgehen deutscher und europäischer Akteure ebenso beleuchtet, wie die Folgen des Abbaus in den Herkunftsländern und alternative Abbaukonzepte. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Abbau von Kohle in Deutschland und dessen langzeitige Folgen, sowie auf den sozial-ökologischen Aspekten der Gewinnung metallischer Rohstoffe.
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