AK Rohstoffe fordert: das Europäische Parlament muss den Handel mit Konfliktmineralien stoppen

Zivilgesellschaftliche Organisationen in ganz Europa, darunter der AK Rohstoffe, fordern vom Europäischen Parlament eine weitreichende Gesetzgebung, um den Handel mit Konfliktmineralien zu stoppen!

In Konfliktregionen weltweit trägt der Abbau von und der Handel mit Bodenschätzen zur Finanzierung verschiedener bewaffneter Gruppen bei, welche für schwerwiegende Übergriffe auf die lokale Bevölkerung verantwortlich sind. Wir alle können etwas dafür tun, diese Gewalt zu beenden.

Es bleiben nur noch wenige 37 Tage, 6 Stunden, 48 Minuten, und 43 Sekunden bis zur Abstimmung in der Kommission INTA.

SCHREIBEN SIE DEN EUROPÄISCHEN ABGEORDNETEN, UM SIE DAVON ZU ÜBERZEUGEN !

Durch die Verwendung von Rohstoffen aus Konflikt- und Hochrisikogebieten, laufen europäische Unternehmen Gefahr, die Gewalt auf Kosten der Menschenrechte, Frieden und Entwicklung voranzutreiben. Auf diesem Weg finden Konfliktmineralien ihren Weg in unsere Computer, Telefone und Autos…

Alarmiert durch die europäische Bevölkerung, hat die Europäische Kommission ein Gesetz vorgeschlagen, das eine verantwortungsvolle Beschaffung von Mineralien aus Konfliktgebieten gewährleisten soll. Das Ziel ist, die Verbindung von Bodenschätzen und Konflikten aufzubrechen, wie sie im Osten der Demokratischen Republik Kongo bestehen. Dort leidet die Bevölkerung seit 15 Jahren unter gewaltsamen Übergriffen Vergewaltigung, Versklavung und Vertreibung durch bewaffnete Gruppen , welche sich weitgehend durch den Reichtum an Bodenschätzen finanzieren.

Leider ist der vorgeschlagene Text in großen Teilen unzureichend. Er verpflichtet die Firmen nicht, ihre Lieferkette zu überprüfen,, sondern ermutigt diese nur, dies freiwillig zu tun. Außerdem hat die Europäische Kommission das Gesetz auf nur vier Mineralien (Zinn, Tantal, Wolfram und Gold) beschränkt. Es gibt allerdings viele weitere Bodenschätze, welche weltweit zu Konflikten beitragen. Dazu zählen unter anderem Kupfer, Jade und Rubine in Myanmar, aber auch Kohle in Kolumbien und Diamanten in Simbabwe und Zentralafrika. Schließlich beschränkt sich der Gesetzvorschlag auf nur 480 europäische Unternehmen. Diese Einschränkungen drohen die Auswirkung auf die Regionen und die betroffenen Bevölkerungen zu minimieren.

Das Europäische Parlament wird zeitnah zu diesem Entwurf Stellung nehmen. Die Parlamentarier der drei zuständigen Ausschüsse (Internationaler Handel, Auswärtige Angelegenheiten und Entwicklung), nehmen dabei eine Schlüsselfunktion ein…

Fordern Sie von den Abgeordneten des Europäischen Parlaments , für eine effektive Gesetzgebung abzustimmen, welche dazu beiträgt, den Frieden wiederherzustellen.

Mehr als 130 kirchliche Würdenträger unterstützen die Forderung nach einer ambitionierteren gesetzlichen Regulierung.

Mgr Ambongo und Mgr Muteba erklären die Bedeutung dieses Themas für die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo.

 

Zum Forderungspapier des AK Rohstoffe

Zur deutschsprachigen Seite von Justicepaix.

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