AK Rohstoffe Newsletter #17 – Fokus auf: Rohstoffspekulation

Liebe Leser/innen,

Herzlich Willkommen zum 17. Newsletter des AK Rohstoffe. Seit dem letzten Newsletter ist viel in der Welt der Rohstoffe geschehen. So haben der Rat der Europäischen Union und das EU-Parlament die Konfliktmineralien-Verordnung verabschiedet. Ab 2021 haben einige Konzerne nun die Pflicht, ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachzuweisen. Auch das Thema Tiefseebergbau war mehrfach in den Medien, da sowohl Erkundung, gesetzlicher Rahmen als auch die Proteste gegen diese Art von Rohstoffabbau voranschreiten. Im Schwerpunkt wollen wir uns dieses Mal aber einem ganz anderen Thema zu wenden. Wir haben Nico Beckert gewinnen können, einen Artikel zu Rohstoffspekulation zu verfassen. Während die Bundesregierung immer wieder die Versorgungssicherheit der deutschen Industrie in den Vordergrund stellt, war sie beim Eindämmen von Spekulation in diesem Gebiet bisher weniger präsent. Nico Beckert hat sich die aktuellen Entwicklungen angesehen und für uns zusammengefasst. Dazu kommen wie gewohnt weitere Nachrichten und Informationen. Schickt uns weiterhin gerne Eure Publikationen und Veranstaltungshinweise.

Schöne Grüße,
Michael Reckordt
(Koordination AK Rohstoffe)

Fokus auf: Rohstoffspekulation

Spekulation mit Rohstoffen und ihre Folgen
In den letzten Monaten gab es verschiedene kurze Berichte darüber, wie Investoren mit Rohstoffen spekulieren. Allein die Financial Times berichtete sowohl über Spekulationen mit Kobalt (Financial Times (FT), Lithium (FT) sowie Erdöl (FT). Je tiefer man gräbt, desto mehr Nachrichten findet man über die Spekulation mit Rohstoffen (Bloomberg, Bloomberg und UNCTAD).

Doch wie sind diese Berichte einzuordnen? Gibt es eine neue Welle der Spekulation? Und ist diese in ihren Folgen mit der von 2002 bis 2008 bzw. 2010/11 vergleichbar? Damals kam es in 40 Ländern zu Hungeraufständen infolge explodierender Nahrungsmittelpreise und zu makroökonomischen Verwerfungen. Rohstoffspekulation, egal ob im Nahrungsmittel- oder in anderen Rohstoffsektoren, laufen generell dem Ziel die SDGs zu erreichen zuwider (UNCTAD).

Unterschiedliche Formen von Spekulation

Zunächst einmal ist zu unterscheiden zwischen unterschiedlichen Formen der Spekulation. Der Financial Times Artikel zu der Spekulation mit Kobalt betont, dass der Eingriff auf steigende Marktpreise abzielt. Lagerkapazitäten für das Metall werden aufgebaut, in der Hoffnung bei einem zukünftigen Verkauf höhere Gewinne erzielen zu können. Werden ausreichende Mengen gekauft, kann sich das Angebot verknappen und der Preis steigt. Dies funktioniert auch bei Gold, Silber, Platin und anderen Metallen mit geringem Marktvolumen (Euromoney). Frühere Spekulationen bspw. mit Kupfer oder Aluminium basieren darauf, dass Banken oder andere Investoren große Rohstoffpositionen aufkaufen und diese zwischen vielen Lagern hin und her transportieren. Große Bekanntheit erlangte diese Form der Spekulation durch die sogenannte Goldman Sachs-Getränkedose. Goldman Sachs kaufte große Mengen Aluminium auf, lagerte diese und verzögerte dadurch die Auslieferung. Die künstlich hervorgerufenen höheren Lagerkosten (beim Aluminium erhöhte sich die Auslieferungsfrist von 6 Wochen auf bis zu 16 Monate!) werden automatisch auf den Marktpreis von Aluminium aufgeschlagen (NY Times). Profitiert haben von dieser Spekulation mit physischen Rohstoffen große Investmentbanken wie Goldman Sachs (Handelsblatt und NY Times) und bis Ende 2013 auch die Deutsche Bank (Handelsblatt). Geschädigte dieser Spekulation sind vor allem die KonsumentInnen und weiterverarbeitenden Unternehmen, da sie höhere Preise zahlen müssen.

Diese Art der Spekulation ist nur bei Gütern mit relativ geringem Handelsvolumen möglich – also nicht bei Kohle, Gas oder Öl. Ist das Handelsvolumen groß, hat die Lagerung von Rohstoffen keinen Einfluss auf den Marktpreis bzw. es müsste zu viel eingelagert werden, wodurch die Kosten höher wären als der Spekulationsgewinn. Allerdings hat diese „Lager-Spekulation“ mit physischen Rohstoffen einen weitaus geringeren Umfang als die mit Futures.

Daneben gibt es die Spekulation mit Rohstoff-Derivaten („Termingeschäften“ oder „Futures“). Bei diesen Derivaten handelt es sich um eine Art Wette auf den zukünftigen Rohstoffpreis. Angedacht sind sie dazu, dass bspw. Bergbaukonzerne schon heute zu einem bestimmten Preis verkaufen können, obwohl der Rohstoff erst zu einem zukünftigen Zeitpunkt geliefert werden muss. Die Konzerne erhoffen sich, dadurch für ihre hohen Investitionen Planungssicherheit zu erhalten. Die Käufer der Erze hoffen auf steigende Preise, sodass sie das jeweilige Produkt zum (zukünftigen) Zeitpunkt mit Profit verkaufen können. Auch Schmelzen als Käufer können sich so gegen Preisschwankungen mittel- bis langfristig absichern, was wiederum für eine gewisse Preisstabilität von Schmelzprodukten sorgt, woran die weiterverarbeitende Industrie Interesse hat.

Das Problem bei diesen Termingeschäften sind nicht einzelne Konzerne, die sich absichern wollen oder einzelne Investoren, die auf einen Gewinn hoffen. Vielmehr werden diese Derivate zu einem Problem, wenn eine Vielzahl von Spekulanten in den Markt einsteigt. Das führt dazu, dass die sogenannten Future-Preise (also die Preise für die zukünftig zu liefernden Rohstoffe) stark ansteigen. Viele Käufer auf den Spotmärkten (den Märkten auf denen zu Preisen für die sofortige Auslieferung gehandelt wird) orientieren sich in ihrem Marktverhalten an den Future-Märkten. Bei ansteigenden Future-Preisen kaufen sie also auch Rohstoffe aus Furcht, in Zukunft mehr bezahlen zu müssen. Dementsprechend haben der Future-Preis und die Rohstoff-Spekulation Auswirkungen auf den aktuellen Rohstoffpreis.

Die mit Rohstoff-Derivaten spekulierenden Investoren lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen. Einerseits Akteure, die (aktiv und eher auf schnelle Profite abzielend) mit einzelnen Rohstoffen spekulieren und andererseits Akteure, die Rohstoffe als neue Anlageklasse ansehen und (passiv und länger im Markt bleibend (Journal of Development Studies)) über sogenannte Rohstoff-Index-Fonds in eine ganze Bandbreite von Rohstoffen investieren. Es deutet viel darauf hin, dass die meisten der Spekulationen der letzten Monate eine aktive Strategie verfolgt haben und auf ausgesuchte Rohstoffe spekuliert wurde statt Gelder passiv in Index-Fonds anzulegen.

Gleichwohl haben beispielsweise Hedgefonds – die eher auf schnelle Profite abzielen – ihre Wetten auf steigende Rohstoffpreise auf den höchsten Stand seit 2014 getrieben (FT). Vor allem in China nimmt die Jagd nach Rohstoff-Derivaten zu. So gibt es neue Höchststände bei Stahl-Derivaten (Höchststand seit Dezember 2013), bei Eisenerz-Derivaten (seit Mai 2014), bei Zink-Derivaten (seit 2011) und auch bei Nickel, Zinn und Kohle sind mehrjährige Höchststände zu beobachten. Diese Spekulationswelle übertrug sich teilweise auch auf die Börsen in New York und London (Bloomberg und Bloomberg). Auch diese auf kurzfristige Gewinne abzielende Spekulation hat die Preise der betroffenen Rohstoffe in die Höhe getrieben.

Welche Akteure sind an der Spekulation beteiligt:

Art der Spekulation Beteiligte Akteure
Aufkauf und Lagerung von Rohstoffen mit der Hoffnung auf steigende Preise – Investmentbanken
– Hedgefonds
– Über Indexfonds auch    KleinanlegerInnen (Euromoney)
– Große Rohstoffhändler wie bspw. Glencore (Globe and Mail)
Rohstoffe als neue Anlageklasse (über Futures) - Über Indexfonds: KleinanlegerInnen, Versicherer, Pensionsfonds
– Investmentbanken
– Hedgefonds
Kurzfristige Spekulation (auch über Futures) - meist Hedgefonds
– Investmentbanken
– teilweise auch Rohstoffhändler (Buch Feeding Frenzy und Guardian)

… keine Preisrallye wie 2010

Und dennoch unterscheidet sich die derzeitige Spekulationswelle in wesentlichen Merkmalen von der Preisrallye, die zwischen 2002 und 2008 bzw. 2010/11 zu beobachten war. Der damalige, über Jahre andauernde Preisanstieg bei nahezu allen Rohstoffen – Agrargütern, mineralischen und energetischen Rohstoffen – wurde zu großen Teilen durch die oben beschriebenen Index-Händler verursacht (Journal of Development Studies, Weed und Weed) (wobei sich auch die Spekulation durch Vermögensverwalter und Hedgefonds auf die Preise ausgewirkt hat (vor allem nicht-landwirtschaftlicher Güter)). Diese Index-Händler strömten ab 2004 auf die Rohstoffmärkte. WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, dass ein Investment in Rohstoffe das Verlustrisiko von Investoren senken würde. Ein Investment in Rohstoffe war also eine Art Versicherung gegen Verluste auf dem Aktienmarkt (Buch: The Fearful Rise of Markets). Durch die immense Spekulation mit Derivaten kam es zu steigenden Preisen, was noch mehr Investoren anlockte. Die Folge: eine lang-anhaltende Rallye steigender Rohstoffpreise.
Das ist auch der Unterschied zur heutigen Spekulationswelle. Während Mitte 2007 die ausstehenden, das heißt vereinbarten, aber noch nicht abgeschlossenen Geschäfte mit Rohstoff-Derivaten einen Nominalwert von 8,2 Billionen US-Dollar hatten, lag dieser Wert Mitte 2016 „nur“ noch bei 1,7 Billionen US-Dollar (Bank for International Settlements 2007 (BIS): Tabelle A; 2016 BIS 2016: Tabelle A). Derzeit werden also viel weniger Rohstoff-Derivate gehandelt. Dies ist ein Indikator dafür, dass die Spekulation derzeit geringer ist als im Zeitraum zwischen 2002 und 2008.

Makroökonomische Folgen der Spekulation

Auf den internationalen Rohstoffmärkten gibt es wie auf allen Märkten Preisschwankungen. Werden diese Preisschwankungen durch Extremereignisse oder durch eine anhaltende Spekulationswelle stark vergrößert, können sie sich in vielerlei Hinsicht negativ auf rohstoffreiche Länder auswirken. Die Instabilität des Wachstums von „Entwicklungsländern“ geht zu großen Teilen auf externe Schocks zurück (UNCTAD) – wobei die Preisschwankungen bei Rohstoffen – die zu großen Teilen durch Spekulation hervorgerufen werden können – einer dieser Schocks sein können.

Hohe Staatseinnahmen, aber auch aufwertende Währung

Auf den ersten Blick erscheinen steigende Preise als Segen für rohstoffreiche Länder. Denn immerhin steigen dadurch die Staatseinnahmen und es ist mehr Geld zum Umverteilen oder für Investitionen in Bildung, Gesundheit und Infrastruktur vorhanden. Die Kehrseite hoher Staatseinnahmen ist jedoch, dass es bei Ländern, deren Exporte zum Großteil aus Rohstoffen bestehen, häufig zu Außenhandelsüberschüssen und dementsprechend zu einer Aufwertung der Währung kommt. Dadurch werden andere Exportprodukte des rohstoffreichen Landes auch teurer, da die Währung des importierenden Landes an Wert verloren hat. Oft findet dann beispielsweise das verarbeitende Gewerbe keine ausländischen KäuferInnen mehr für seine nun zu teuren Produkte und verkümmert. Somit führen kontinuierlich und stark steigende Rohstoffpreise bei rohstoffabhängigen Ländern zu Arbeitsplatzverlusten. Denn der Bergbau beschäftigt weniger Menschen als es das verarbeitende Gewerbe tut. Diese Auswirkungen auf andere Sektoren sind auch schwierig wieder rückgängig zu machen, wenn die Währung wieder abgewertet wird (Buch Reconstructing the World Economy). Gleichzeitig machen es hohe Preise lukrativer, neue Rohstofflagerstätten zu erschließen, wodurch der Effekt verstärkt werden kann.

Die Währungsaufwertung kann zwar durch sogenannte Stabilisierungsfonds verhindert werden (UNCTAD). Dabei fließen die Staatseinnahmen nicht direkt in den Haushalt, sondern werden bspw. in Staatsanleihen anderer Staaten investiert. Einige Länder wie Chile, Norwegen, Iran oder Russland haben solche Fonds eingerichtet. Ärmere Länder des globalen Südens stehen jedoch vor dem Problem, dass ihre Ökonomien und Gesellschaften dringend auf Investitionen angewiesen sind. Der einheimischen Bevölkerung ist es dementsprechend schwer zu vermitteln, warum die Staatseinnahmen nicht direkt für die sozialen und infrastrukturellen Bedürfnisse aufgewandt werden sollten.

Schwankende Rohstoffpreise und Schulden 

Auch beim Thema der Schulden scheinen hohe Rohstoffpreise nur auf den ersten Blick ein Segen für rohstoffreiche Länder zu sein. Denn wenn sich deren Einnahmen erhöhen, erhöht sich auch die Fähigkeit Schulden zurückzuzahlen (oder keine neuen aufzunehmen). Doch dies erfordert eine Haushaltsdisziplin, die nicht immer gegeben ist. Hohe oder steigende Rohstoffpreise wecken Erwartungen, weitere Bedürfnisse zu stillen (Infrastruktur, Sozialleistungen oder Ansprüche bspw. von Seiten des Militärs). Sinken dann allerdings die Rohstoffpreise und damit die Staatseinnahmen plötzlich, können die rohstoffreichen Länder ihre Ausgaben selten ebenso schnell anpassen (also verringern). Es kommt zu höherer Verschuldung, die mitunter das Wachstum der betroffenen Länder einbrechen lässt (UNCTAD).

Regulierung von Spekulation

Nach den letzten großen Spekulationswellen und den folgenden Hungeraufständen (2008 und 2010/11) erkannten viele PolitikerInnen das Problem der Rohstoffspekulation. In langwierigen Prozessen wurden Regulierungen ausgearbeitet. Doch die Ergebnisse sind sowohl auf EU- als auch auf US-Seite enttäuschend.
Mitte Februar wurden auf EU-Ebene sogenannte Positionslimits beschlossen. Das sind Beschränkungen des Wertes, den ein Investor oder Spekulant an einem Finanzprodukt (bspw. Futures auf Rohstoffe) halten darf. Die beschlossenen Regeln ermöglichen jedoch weiterhin sehr große Positionen. Die Rede ist von bis zu einem Drittel des Weltmarktes. Sven Giegold, Europaparlamentarier der Grünen, kritisiert, dass damit noch immer eine marktbeeinflussende Stellung eingenommen werden kann (Sven Giegold). Darüber hinaus ist die Regulierung zu schwach und gewährt Schlupflöcher bei außerbörslich gehandelten Produkten. Laut Giegold ist zu befürchten „dass die Bestimmungen nur dazu führen, dass um die Regulierung zu umgehen, [verstärkt mit] außerbörslichen Produkten“ gehandelt wird (Sven Giegold. Siehe dazu auch NGO-Brief WEED). Die Spekulation verschöbe sich dementsprechend nur.

Ganz ähnlich sieht die Situation in den USA aus. Dort sieht der Dodd-Frank-Act eigentlich Regeln zur Beschränkung der Rohstoffspekulation vor (ebenfalls Positionslimits), die schon 2012 beschlossen werden sollten. Trump kündigte schon mehrmals an, den Dodd-Frank-Act rückgängig zu machen. Für einige Agrar-Rohstoffe wurden solche Positionslimits erlassen. Unter Obama geplante, breiter anzuwendende Positionslimits zur Bekämpfung der Rohstoffspekulation, scheint die Trump Administration aber still und leise auszubremsen. Und die Positionslimits für die Nahrungsmittelspekulation scheinen auch in Gefahr zu sein (Institute for Agriculture and Trade Policy, Makroskop und Better Markets). Es ist also nicht davon auszugehen, dass die Republikaner unter Trump eine wirksame Regulierung zur Beschränkung der Rohstoffspekulation einführen werden.

Forderungen der Zivilgesellschaft

Die deutsche Zivilgesellschaft konzentriert sich in ihrer öffentlichen Arbeit vor allem auf das Thema der Nahrungsmittelspekulation. Seit den Nahrungsmittelkrisen 2008 und 2011 begleitet sie das Thema und fordert eine strengere Regulierung auf EU-Ebene (die allerdings für alle Rohstoffe gelten würde). Zuletzt stellten verschiedene NGOs in einem offenen Brief an die EU-ParlamentarierInnen im Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON-Ausschuss) Forderungen auf, um eine verwässerte Finanzmarktregulierung zu verhindern (Offener Brief von u.a. Oxfam, Misereor, Germanwatch, weed, CIR). Dabei wurden die Abgeordneten dazu aufgerufen, ihr Versprechen einzulösen, die Nahrungsmittelspekulation zu beenden. Konkret fordern die NGOs strengere Positionslimits (10 bis 15% des Marktes statt bis zu 35% (Oxfam und Brot für die Welt)) und klarere Definitionen, damit Positionslimits im außerbörslichen Handel nicht umgangen werden können (Offener Brief Oxfam und Co). Doch das Europaparlament stimmte einem als unzureichend geltenden Vorschlag der EU-Kommission Mitte Februar zu und ging nicht auf die Forderungen der Zivilgesellschaft ein.

Kritik übt Oxfam am Verhalten von Finanzminister Schäuble. Im August 2012 hatte sich Schäuble noch gegen Ausnahmeregelungen und Schlupflöcher stark gemacht, um eine effektive Regulierung der Spekulation mit Nahrungsmitteln zu schaffen. Doch dem verwässerten Kommissionsvorschlag, der im Februar 2017 vom Europaparlament abgesegnet wurde, hat Schäuble stillschweigend zugestimmt (Oxfam).

Nico Beckert ist Politikwissenschaftler und Blogger. Er arbeitet in Haus Wasserburg im Team “Bildung für nachhaltige Entwicklung” als Fachpromotor für Rohstoffe und Rohstoffpolitik.

Nachrichten:

Spezial: EU-Regulierung zu Konfliktmineralien

Euractiv: Parliament adopts binding law on conflict materials
“This new law, which will apply across all EU member states, will oblige importers of tungsten, tantalum, tin and gold to ensure their supply chains are not linked to armed conflicts in the Democratic Republic of Congo (DRC) or in Africa’s Great Lakes region, where mines are often controlled by armed groups. […] Green MEP Yannick Jadot highlighted the problems posed by the ‘downstream businesses’ that manufacture tablets or smartphones using some of the materials targeted under this law. ‘During the law’s passage through Parliament, we managed to get the duty of care extended to cover all the actors in the chain. But this was dropped during the trialogue negotiations,’ he said.”

EU Council Press Release: Conflict minerals: Council adopts new rules to reduce financing of armed groups
“The regulation obliges EU companies to source their imports of tin, tantalum, tungsten and gold responsibly and to ensure that their supply chains do not contribute to funding armed conflict. These ‘due diligence’ rules will become binding from 1 January 2021, though importers are encouraged to apply them as soon as possible. […] The regulation carries clear obligations to source responsibly for the ‘upstream’ part of the production process, which involves the extraction and refining of these minerals.“

Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments: Geburtsstunde einer neuen Handelspolitk
„’Wir müssen so schnell wie möglich ändern, dass wir Europäer durch unser Konsumverhalten Menschen in anderen Teilen der Erde unsägliches Leid bereiten. Dafür bietet diese Gesetzgebung die Grundlage’, so Bernd Lange von der Europa-SPD, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europäischen Parlament.”

Helmut Scholz, handelspolitischer Sprecher der Linksfraktion GUE/NGL: “Ein guter Tag für Menschen in Konfliktregionen, ein schlechter für Warlords”
„Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass die Mitgliedstaaten der EU erst bis 2020 Strukturen und Mechanismen einführen wollen, um das Berichtsverfahren effizient umzusetzen. Die zehntausende Opfer von regionalen Konflikten können so lange nicht warten. Gerade die europäischen Staaten mit ihrer kolonialen Vergangenheit müssen alles daran setzen, um die notwendigen Voraussetzungen zu einer schnellen Anwendung der Verordnung zu schaffen.“

CDU-CSU-EP: Statement Caspary zu Konfliktmineralien
„Die gesamte Lieferkette der Mineralien wird dadurch transparenter. […] Doch auch hier gilt, dass Ausnahmen da gebraucht werden, wo sie sinnvoll sind: Kleinere Firmen wie Zahnärzte und Juweliere müssen von der Regulierung freigestellt bleiben. Es wäre unverhältnismäßig, die kleinen Unternehmen mit unangemessenen bürokratischen Auflagen zu belasten.“

Ska Keller, Mitglied des Europäischen Parlaments: Hintergrundbriefing: Mineralien aus Konfliktgebieten
„Die meisten Mineralien aus Konfliktgebieten werden nicht als Rohstoffe in die Europäische Union importiert, sondern sind in elektronischen oder anderen Geräten verbaut. Für diesen Teil der Produktionskette gibt es weiterhin keine verpflichtenden Regeln für Unternehmen. Außerdem gibt es Ausnahmen für Importeure von ‚kleineren‘ Produktmengen. Die Schwelle für diese Ausnahmen ist allerdings sehr hoch angelegt.“

Forum Umwelt und Entwicklung: „Bürokratie fördert den illegalen Handel mit Rohstoffen“
„Schier endlos scheint denn auch die Liste der Institutionen, offiziellen Stellen und selbsternannten Autoritäten, die auf Konzessionen und Erträge Steuern erheben und so nach Ansicht des kongolesischen Experten Schwarzmarkt, illegales Schürfen und Betrug nur noch verstärken. Wo beginnt oder endet eine Konzession, welche Warlords haben in welchen Gebieten das Sagen? All das sind häufig ungeklärte Fragen, die auch internationale Initiativen wie der amerikanische Dodd Frank Act oder die jetzt beschlossene EU Regulierung zum Handel mit Konfliktrohstoffen, kaum lösen – auch wenn sie von einigen Politikern, wie etwa dem SPD-Europa-Abgeordneten Bernd Lange, zugleich Vorsitzender des Handelsausschusses, als ‚Geburtsstunde einer neuen Handelspolitik‘ gepriesen werden.“

Mining.com: US mulls scaling back ‘conflict minerals’ rule
„[Chairman of the US Securities and Exchange Commission, Michael Piwowar]: ’It is also unclear that the rule has in fact resulted in any reduction in the power and control of armed gangs or eased the human suffering of many innocent men, women, and children in the Congo and surrounding areas.” His view echoes independent reports claiming that international regulations, such as the conflict mineral rule in question, have failed to prevent foreign firms and armed groups from profiting from illegal mining in African countries, particularly DRC. UK-based Global Witness, which campaigns against natural resource-related conflict and corruption, says global regulations have been more successful in limiting the trade of the so-called conflict minerals than in actually curbing the illegal extraction of them.”

Mining.com: ‘Conflict minerals’ entering tech supply chains from countries beyond Africa — report
“’US supply chain legislation on mandatory reporting and traceability has focused on 3TG minerals from the Great Lakes,’ says Stefan Sabo-Walsh, director of commodities research at Verisk Maplecroft. ‘This can leave tech firms focused on one region despite the myriad of risks occurring elsewhere in their supply chains.’ […] The problem for tech companies is they often don’t know if the metals used in their products come from irresponsibly managed operations – whether industrial or artisanal – as they lack visibility of their supply chains at the mine or smelter level.”

Deutsche Rohstofpolitik

Neues Deutschland: G20 redet über ihren Rohstoffhunger
„Hendricks rief bei dieser Gelegenheit eine »G20-Partnerschaft für Ressourceneffizienz« ins Leben. […] ‚Ressourceneffizienz ist nicht das A und O‘, sagte Rolf Buschmann vom Umweltverband BUND gegenüber »nd«. Sie bedeutet schließlich erst mal nur, dass man mehr aus einer Rohstoffmenge macht – nicht zwangsläufig, dass diese kleiner wird.“

TAZ: Regelung des Tiefseebergbaus: Eingeschränkte Jagd auf Rohstoffe
„Ralph Watzel, Präsident der BGR, sieht in den hohen Umweltanforderungen auch positive Möglichkeiten: ‚Für Deutschland bietet sich die Chance, eine Vorreiterrolle durch umweltschonende Technologien und hohe rechtliche Standards einzunehmen.‘ […] Die Tiefsee sei jedoch ein relativ unbekanntes Gebiet, so UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. […] ‚Es bleibt auch die Frage, ob wir einer Rohstoffknappheit nicht besser begegnen können – etwa durch ein ambitionierteres Recycling in Deutschland.‘“
-> siehe Original-Pressemitteilung: BGR: Tiefseebergbau: Deutschland setzt sich für hohe Umweltstandards ein – Internationale Experten beraten über Regeln für den Abbau von Rohstoffen am Meeresboden

AK Rohstoffe: Verbände fordern Stopp des Tiefseebergbaus! Kein Wettlauf um Rohstoffe auf Kosten von Umweltschutz und Menschenrechten
„Der pazifische Blick auf die Welt trennt nicht zwischen Land und Meer. Ozeanien wird als ein flüssiger Kontinent betrachtet“, sagt Francisco Marí, Referent für Agrarhandel und Fischerei bei Brot für die Welt.“ Den Tiefseebergbau mit all seinen unwägbaren Risiken lehnen unsere pazifischen Partner als unverantwortlich ab. Sie wollen nicht wie zu den Zeiten der Atombombenversuche zu einem Experimentierfeld werden. Wie sie, so fordern auch wir einen Stopp aller Vorhaben zum Tiefseebergbau.

Spiegel: Im Kinderzimmer mit Krake “Casper”
„In dieser Tiefe heften die Tierchen ihre Eier an Stängel bestimmter abgestorbener Schwämme, die an Manganknollen wachsen und brüten sie dort jahrelang aus. Ohne die Knollen finden die Kraken dort keinen Laichplatz. Aus Sicht der Forscher ist die Abhängigkeit der Kraken von den Metallklumpen ein Beleg dafür, dass die ökologischen Folgen gründlich untersucht werden müssen, bevor Manganknollen zu industriellen Zwecken abgebaut werden.“

BGR: Untersuchungen zu Rohstoffpotenzialen und Umwelteinflüssen: Wissenschaftler vermessen Meeresboden im deutschen Lizenzgebiet im Indischen Ozean zentimetergenau
„Die Meeresforscher der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben jetzt erstmals Teile des Meeresbodens im deutschen Lizenzgebiet für polymetallische Sulfiderze im Indischen Ozean zentimetergenau vermessen. […]Die Forscher können so wichtige Erkenntnisse über Beeinflussungen der Lebewelt durch die Metall-Quellen am Meeresboden sowie einen möglichen künftigen Bergbau gewinnen.“

Deutsche Rohstoffagentur: “German Day” auf der PDAC 2017 in Toronto: Rohstoffversorgung für Zukunftstechnologien mit Expertise aus Deutschland sichern
„Die Veranstaltung bietet deutschen Unternehmen eine Plattform, um ihre Expertise und ihr Know-How im Bereich Bergbau und Exploration internationalen Partnern zu präsentieren. […] ‘Mit Blick auf den steigenden Rohstoffbedarf, insbesondere bei Hightech-Rohstoffen für den Ausbau der Erneuerbaren-Energie-Technologien sowie zahlreicher Zukunftstechnologien, kann eine hohe Angebotskonzentration auf wenige Produktionsländer zu Liefer- und Preisrisiken führen. Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung neuer Lieferquellen und damit die Exploration neuer Lagerstätten unabdingbar‘ [Dr. Volker Steinbach, BGR].“

DERA/BGR: Neuer DERA-Rohstoffmonitor: Weltweit wachsender Bedarf an mineralischen Industrierohstoffen und Hochtechnologiemetallen
„In den vergangenen Jahren führte die Umsetzung materialeinsparender Prozesse, Materialsubstitution und Recycling zu einem verringerten Wachstum der Primärproduktion bei einigen Rohstoffen, beispielsweise Seltenen Erden und Tantal. Aufgrund steigender Lebensstandards vor allem in Schwellenländern und durch den Ausbau von Schlüssel- und Zukunftstechnologien wächst der globale Bedarf bei den meisten Rohstoffen allerdings stetig weiter.“

Transform-Magazin: Digitalisierung, Effizienz und der Rebound-Effekt
„Außerdem nimmt die absolute Anzahl der Geräte stetig zu. Heute lagern allein in Smartphones und Tablets mehr als 40 Millionen Tonnen (Mt) Aluminium, 30 Mt Kupfer und 11 Mt Kobalt. […] Mit dem aufkommenden Internet der Dinge (IoT) werden unzählige Gadgets in den kommenden Jahren internetfähig gemacht oder sogar Miniatur-Smartphones enthalten, die den Ressourcenbedarf weiter steigern werden.“

Klima-der-Gerechtigkeit.de: Industrie 4.0 droht zum Ressourcenfluch 4.0 zu werden
„Als zentrale Herausforderung wird der ansteigende Verbrauch von metallischen Rohstoffen in der Studie beschrieben. „Die von der Industrie versprochene Dematerialisierung ist nicht abzusehen. Im Gegenteil: Die mit Industrie 4.0 verbundenen Technologien werden die Nachfrage nach metallischen Rohstoffen antreiben“, verweist Hannah Pilgrim, die Co-Autorin der Studie, auf die steigende Nachfrage nach Lithium, Seltenerdmetallen, Tantal oder Kobalt.“
-> siehe auch PowerShift: Ressourcenfluch 4.0 – die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Industrie 4.0 auf den Rohstoffsektor

Tagesspiegel: FDP-Chef Christian Lindner im Interview “Das Programm von Schulz könnte tödlich sein”
„Wir stellen den Klimaschutz nicht in Frage. Wenn es aber um die Mobilitätswende geht, habe ich Zweifel, ob es beispielsweise sinnvoll ist, einseitig auf die Elektromobilität zu setzen, solange der Strom zu 40 Prozent aus der Kohle kommt und die seltenen Erden in den Batterien nicht aus den stabilsten Regionen dieser Welt.“

Heise Online: Fracking: Kein umfassendes Verbot
„Am heutigen Samstag treten neue Fracking-Regeln in Kraft, wie das Bundesumweltministerium mitteilt. Demnach sei künftig sogenanntes unkonventionelles Fracking weitgehend verboten. Nur in bis zu vier Fällen bundesweit soll es zu Forschungszwecken genehmigungsfähig sein. […] Kritik gibt es auch von der Linksfraktion im Bundestag. […] Durch die neuen Gesetzes sei “die extrem umweltschädliche Gasfördermethode Fracking in bestimmten Sandgesteinen, sogenannten Tight-Gas-Reservoirs, endgültig freigegeben”.

BMWi: Vier Unternehmen und eine Forschungseinrichtung erhalten Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016
„Staatssekretär Beckmeyer: “Ein schonender und gleichzeitig effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen ist eine der Schlüsselkompetenzen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Gesellschaft. Die ausgezeichneten Praxisbeispiele haben Leuchtturmcharakter und stehen für eine innovative und wettbewerbsfähige Industrie in Deutschland. Sie zeigen, wie wir unsere Abhängigkeit von Rohstoffimporten reduzieren können.”.“

BGR: Aktualisierte Studie der BGR: Zahl der deutschen Firmen im Auslandsbergbau sinkt
„Die Zahl der im Auslandsbergbau tätigen deutschen Firmen ist nach einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in den letzten fünf Jahren um 10 % zurückgegangen. Besonders drastisch fällt der Rückgang bei den Energierohstoffen aus. […] An erster Stelle bei den Metallen steht der Chromerzbergbau in Südafrika, gefolgt von Kupfer-Molybdänerzbergbau in Armenien, der Gewinnung von Gold in der Mongolei sowie Wolframerzen in Australien, Portugal und Spanien.“

Deutsche Unternehmen und Verbände

TAZ: Schmutziges Allerweltsmetall
„Experten gehen davon aus, dass die globale Nachfrage nach Kupfer bis 2030 stark ansteigen wird. Als Material für Leitungen und Kabel, beim Maschinenbau, in der Autoindustrie und der Elektrotechnik – nichts geht ohne Kupfer. Deutschland ist nach den USA und China der drittwichtigste Kupferkonsument der Welt. Und die Hamburger Kupferschmelze Aurubis gehört zu den drei größten auf dem Globus, 2,3 Millionen Tonnen Kupfer hat sie 2015 importiert.“

ND: Dunkle Flecken in der Kupfer-Lieferkette
„Müller weist darauf hin, dass es in den vergangenen fünf Jahren bei Protesten gegen mindestens zwei große peruanische Minen, Las Bambas und Tintaya/Antapaccay, Tote gab. Daher sei es durchaus relevant für die Aurubis-Kunden, ob Kupfer auch von diesen Minen bezogen wurde und wird.“WVMetalle: Kreislaufwirtschaft: Europaabgeordnete beweisen Ehrgeiz beim Recycling„Die WVMetalle begrüßt innerhalb des Beschlusses vor allem auch den Ansatz, Produkte und Materialien zu fördern, die mehrfach recyclierbar sind: ‚Metalle können immer wieder ohne Qualitätsverlust recycelt werden. [Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WVMetalle]‘ […] Mit Zurückhaltung bewertet die WVMetalle den Auftrag an die EU-Kommission, die Einführung europaweiter Quoten für die Vorbereitung der Wiederverwendung und das Recycling von Industrieabfällen zu prüfen.

Stahl-Online.de: Beitrag des Stahls zur Kreislaufwirtschaft wird von der EU nicht ausreichend gewürdigt
„‚[Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl]: Es sollten Anreize für die Kreislaufwirtschaft geschaffen und keine neuen Hürden durch Maßnahmenlisten mit Vorschlägen zu Steuern und Abgaben aufgebaut werden.‘ Unbefriedigend sei auch, dass einzelnen Mitgliedsstaaten erneut zusätzlich Zeit zur Erreichung der Vorgaben sowie Spielraum bei der Festlegung bestimmter Kriterien gegeben werden soll. ‚Wir brauchen kein Europa der zwei Geschwindigkeiten in der Umweltpolitik, damit wird die Kreislaufwirtschaft in der Europäischen Union nicht gestärkt‘, kritisiert der Verbandspräsident.“

WVMetalle: Berliner Metalldialog zum Recycling in der Metallindustrie
„Johann-Friedrich Dempwolff, Vice-President von Johnson Controls, legte dar, dass die Metallindustrie im Bereich Recycling sehr aktiv sei. […] Die CDU-Abgeordnete Dr. Herlind Gundelach ergänzte, dass man vor allem bei anderen, nichtmetallischen Stoffen höhere Recyclingquoten erreichen sollte. ‚Metalle sind der Bereich, bei dem man sehen kann, wie weit man beim Recycling kommen kann‘ bestätigte ihr Kollege aus dem Bundestag Oliver Krischer von den Grünen.“

Verband Deutscher Metallhändler e.V.: Bürokratie der Rohstoffwirtschaft: VDM Rohstoffausschuss im Gespräch mit SPD-Poltiker
„[Michael Thews, MdB, SPD:] ‘Einen Effizienzsprung beim Recycling können wir nur erreichen, wenn bereits bei der Produktplanung Aspekte der Abfallvermeidung und des Recyclings mitgedacht werden.‘ […] Mit Blick auf die Zukunft der Rohstoffpolitik in Deutschland befürworteten beide Seiten die Idee eines Schwarzbuchs. Hierin sollen von Unternehmensseite konkrete bürokratische Hürden, Handlungsbedarfe und Lösungsansätze aufgezeigt und angeregt werden, die an die Politik herangetragen werden.“

Gemeinsame Pressemitteilung – Johannesburg/Köln/Heidelberg/Basel: Bischof Jo Seoka: Entschädigungsangebot der südafrikanischen Regierung ist zu niedrig
„Am 16. März informierte der südafrikanische Polizeiminister Nathi Nhleko das südafrikanische Parlament darüber, dass die Regierung bereit ist, 1,17 Milliarden Rand – umgerechnet 72 Millionen Euro – als Entschädigungsleistung für die getöteten und verwundeten Minenarbeiter des Massakers von Marikana zu zahlen. […] Johannes Seoka, anglikanischer Bischof von Pretoria, hatte bereits 2015 und 2016 die Aktionär*innen von BASF, darüber informiert, dass ihr Konzern als Hauptabnehmer des Platins von Lonmin Mitverantwortung für das Massaker trägt. […] ‚Wir wissen nicht, wie diese Summe zustande kommt.‘“

Eyewitness News: Mineworker killed in accident at Lonmin
“A mineworker has been killed in an accident at Lonmin’s platinum mine in the North West. Preliminary investigations indicate he drilled into a misfired hole at the K3 shaft on Friday. Two others were injured and the area has been closed off while investigations continue.”

Hannover Messe News: Mit Industrie 4.0 neue Werte schaffen
„’Die Technologien für eine erfolgreiche Digitalisierung der industriellen Produktion sind ausgreift’, sagt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. ‘Jetzt kommt es darauf an, dass die Entscheider aus Industrie und Energiewirtschaft erkennen, welche direkten und langfristigen Vorteile sie aus der Digitalisierung für ihr Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle und ihre Mitarbeiter ziehen können. Ungewohnte Perspektiven zu eröffnen, das ganze Wertschöpfungspotenzial der Digitalisierung aufzuzeigen und neue Märkte zu erobern – dafür steht die diesjährige HANNOVER MESSE mit dem Leitthema Integrated Industry – Creating Value.’“

Europäische Rohstoffpolitik

Zeit Online: Wer Menschenrechte verletzt, soll büßen
„Mit dem neuen französischen Gesetz liegt in Europa jetzt erstmals ein weitreichendes Instrument vor, das Unternehmen verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten auferlegt und es ermöglicht, sie für unverantwortliche Geschäftspraktiken haftbar zu machen. Für diese Art von Instrument haben sich Teile der europäischen Zivilgesellschaft seit langer Zeit stark gemacht.“

DERA/BGR: Sichere und gerechte Rohstoffversorgung: EU bereitet Weltforum für Rohstoffe vor – BGR ist beteiligt
„Die Europäische Union (EU) entwickelt in den kommenden zwei Jahren ein Konzept für ein Weltforum für Rohstoffe. […] Ziel ist es, internationale Kooperationen zu fördern und weltweit bessere Strukturen für eine sichere und gerechte Rohstoffversorgung zu schaffen. An dem jetzt gestarteten Projekt „FORAM“ (Towards a World Forum on Raw Materials) zum Aufbau des Weltforums ist auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) beteiligt.“

Klimaretter.info: Analysten geben Kohle keine 15 Jahre
„Will die EU die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens einhalten und die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzen, dann müssen nach den Erkenntnissen von Climate Analytics spätestens 2031 sämtliche Emissionen von Kohlekraftwerken in der Europäischen Union auf null gebracht sein. […] Trotz zahlreicher Untersuchungen und mahnender Worte zögert die Politik hierzulande den Ausstieg aus der Kohle hinaus. Ein Ende der Kohleverstromung in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre hat die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), auf der heute endenden Fachmesse E-World Energy in Essen ausgeschlossen.“

Sonstiges

McKinsey&Company: Studie: Neue Technologien werden Rohstoffnachfrage weltweit senken
„McKinsey Global Institute: Nachfrage nach Erdöl, Kohle und Eisenerz erreicht spätestens 2035 ihren Höhepunkt – Energieverbrauch sinkt, Energieproduktivität steigt – Treiber sind Digitalisierung, Elektromobilität und geringere Kosten für erneuerbare Energien. […] Auf Jahrzehnte weiter steigen wird einzig die Nachfrage nach Kupfer wegen seines Einsatzes in elektronischen Geräten und in der Bauindustrie.

NY Times: El Salvador, Prizing Water Over Gold, Bans All Metal Mining
“Lawmakers in El Salvador voted overwhelmingly on Wednesday to prohibit all mining for gold and other metals, making the country the first in the world to impose a nationwide ban on metal mining, environmental activists said. Declaring that El Salvador’s fragile environment could not sustain metal mining operations, legislators across the political spectrum approved the ban, which had broad support, particularly from the influential Roman Catholic Church. […] The vote in the Legislative Assembly turned a decade-old moratorium on mining into law, halting efforts by international companies to tap the gold belt running across the northern provinces of El Salvador.”

Die Tagespost: Wasser siegt über Gold
„Ob und inwieweit das Beispiel El Salvador Schule macht, muss sich allerdings noch zeigen. Während Christian Wimberger glaubt, „dass das Gesetz anderen Ländern als Vorbild dienen kann“, ist Susanne Friess skeptisch. „El Salvador ist ein kleines Land und die Argumentation, den einzigen Fluss nicht durch Bergbau zu verschmutzen, war leicht zu veranschaulichen.“

Columbia Reports: Central Colombia town bans ‘world’s largest open pit goldmine’
“The Colosa project in Cajamarca, Tolima was South African mining giant AngloGold Ashanti’s biggest bet in Colombia, until Saturday when the local population banned all mining from its territory in a landslide vote. […] While the town may have avoided becoming the world’s largest oil mine, it has created a problem of epic proportions for the national government, which could be sued before an international tribunal dealing if the state is accused of having breached a contract with a private foreign company. […] Since 2001, mining companies have requested mining titles covering 20% of Colombia’s national territory through some 20,000 exploration and exploitation requests, according to the Center for Investigative Journalism CIPER in 2011.”

Survival International: Erfolg: Ölkonzern gibt nach und verlässt Land unkontaktierter Völker
„Das kanadische Ölunternehmen Pacific E&P hat Survival International mitgeteilt, dass es sich aus einem Gebiet im Amazonasregenwald zurückziehen wird, in dem mehrere unkontaktierte Völker leben. Pacific E&P hatte zuvor eine Lizenz erhalten, um in großen Teilen des unkontaktierten Amazonas-Grenzlandes nach Erdöl zu suchen. […] Survival International und mehrere Indigenen-Organisationen aus Peru hatten jahrelang gegen die Erdölsuche gekämpft, darunter AIDESEP, ORPIO und ORAU.“

PWYP: Gutless Congress Votes Yes To Corruption
“Today Congress passed a resolution that voids a critical anti-corruption rule for oil, gas and mining companies. The 40 member Publish What You Pay – United States coalition strongly condemned this action. By scrapping an important measure to combat graft in one of the world’s most corrupt industries, lawmakers sided with Big Oil lobbyists and voted against American energy and national security interests.”

Mining.com: Trump’s repeal of anti-corruption rules could give US companies advantage over industry peers, says Fasken Martineau white collar expert
“A concern for Canadian and foreign companies who will maintain their reporting regimes is whether the repeal of the Cardin-Lugar regulations will place U.S.-listed companies operating in mining extraction areas at an advantage compared to companies subject to rigorous transparency requirements. Particularly for projects in developing countries such as Africa, where there is a problem with corruption and where succumbing to bribery could lead to the award of mining rights and subsequent contracts. While the Cardin-Lugar rule would not have ended corruption, it was expected to put pressure on those giving bribes and those receiving them, as they would be aware that they would have to report any payments made to government.”

Tagesschau.de: “Dakota Access Pipeline”: Polizei räumt “Standing Rock”-Protestcamp
„In den Hochzeiten waren Tausende Demonstranten hier, um gegen den Bau der umstrittenen Dakota Access Pipeline zu protestieren. […] Die Befürworter der Pipeline argumentieren, dass der Bau eine wichtige Infrastrukturmaßnahme sei. […] Amnesty International in den USA sagte, Trump stelle damit den Gewinn von ölfördernden Unternehmen über die Grundrechte von Menschen.“

Klimaretter.info: Honduras: Erneut Umweltaktivist getötet
„Medienberichten zufolge wurde José Santos Sevilla am Freitag von fünf bewaffneten Männern umgebracht, die in sein Haus eingedrungen waren. […] Oliva [Komitee der Familien gefangener und festgenommener Menschen in Honduras] verwies auch auf einen aktuellen Bericht der britischen Menschenrechtsorganisation Global Witness. Demnach wurden in Honduras seit dem Jahr 2010 über 120 Menschen getötet, die sich gegen Staudämme, Bergbau oder Abholzung von Wäldern eingesetzt hatten.“

Süddeutsche Zeitung: Die vergiftete Insel
„Der Bergbau auf Marinduque hat die Natur zerstört und die Menschen krank gemacht. Nun wehren sich die Opfer: Die kleine Insel will den größten Goldkonzern der Welt verklagen.“

Blickpunkt Lateinamerika: Indigene protestieren gegen chinesische Investoren
„In Ecuadors Hauptstadt Quito haben Angehörige indigener Gemeinden vor der chinesischen Botschaft gegen Menschenrechtsverletzungen protestiert. Ecuadorianische Medien berichten, mehr als 100 indigene Familien seien durch Polizei und Militär von ihrem Land vertrieben worden, damit ein chinesisches Unternehmen dort ungestört arbeiten könne. Das Territorium der Shuar sei besetzt, Wohnungen zerstört und rund 500 Menschen zur Flucht gezwungen worden, teilten die Indigenen vor internationalen Journalisten mit.“

EITI.org: Azerbaijan withdraws from the EITI
“In October 2016, the Board had concluded that Azerbaijan had made meaningful progress in implementing the 2016 EITI Standard, but that it had not made satisfactory progress on civil society engagement.”

PWYP: Azerbaijan’s reputation for transparency in the balance after crushing civil society
“When oil prices collapsed in 2014, the government went into crisis mode and lashed out at critical voices — prosecuting, imprisoning, or driving into exile prominent journalists and human rights defenders.”

Mining Watch Romania: Movie-like intimidation and obstruction tactics at Certej
“Mining Watch activists were aggressed and abused by Deva Gold employees on last Tuesday. Their right of path on a public road was obstructed following which company representatives verbally abused the activists and violently attempted to stop them filming this incident. Eldorado Gold (ELD), a Canadian low-cost gold company, that plans to develop the first open-pit mine in Romania using cyanide.”

Correctiv.org: Bergbau und seine Folgen: Der Pott bebt
„Die Schließung der letzten Zeche im Ruhrgebiet, Prosper-Haniel, ist für 2018 geplant. […] Zuvor könnte der geplante Grubenwasseranstieg jedoch noch einmal für mehr Erdbeben sorgen. Derzeit pumpt die Ruhrkohle AG an mehreren Stellen im Ruhrgebiet Grubenwasser aus den Schächten der bereits stillgelegten Zechen.“

MyanmarTimes: No more coal mining licences due to harmful health effects, says Union Minister
“The government will stop issuing new coal mining licences due to the substance’s harmful effects on health, said U Ohn Win, Union Minister for Natural Resources and Environmental Conservation. […] ‘We will also be inspecting their mining process to check if they conform to regulations. The permission to continue mining will be granted only after we have inspected their method of mining.’”

Klimaretter.info: Indien vor Kohlewende
„Offiziell sind in Indien Kohlekraftwerke mit einer Leistung von etwa 50.000 Megawatt in Bau, die Regierung will laut nationalem Stromplan darüber auch nicht hinausgehen. ‚Sogar die zentrale Elektrizitätsbehörde Indiens hat empfohlen, bis zum Jahr 2027 keine weiteren Kohlekraftwerke in Indien zu bauen‘, sagt Sunil Dahiya von Greenpeace Indien gegenüber klimaretter.info. ‚Aber trotz dieser Tatsache scheint es an einer umfassenden Perspektive und einem Mechanismus zu fehlen, neu gebaute oder geplante Kohlekraftwerke zu stoppen.‘“

Neues Deutschland: Shell soll ergrünen: »Follow This« und ein ambitioniertes Ziel: Reiche Anleger wollen größten Konzern der Niederlande zur Nachhaltigkeit zwingen
„‘Der Betrieb muss eine führende Rolle bei der Wind- und Sonnenenergie einnehmen‘, fordert Duncan Stutterheim, einer der zehn Kapitalaktivisten in dem Pressebericht. […] Im vergangenen Mai präsentierte Follow This bei der Aktionärsversammlung seine erste grüne Resolution, aber die überwältigende Mehrheit der Anteilhaber lehnt sie ab. […] Die Konzernleitung hatte die Aktionäre vorher aufgerufen, den Vorschlag zu verwerfen.“

BBC News: Shell corruption probe: New evidence on oil payments
“The BBC has seen evidence that top executives at Shell knew money paid to the Nigerian government for a vast oil field would be passed to a convicted money-launderer. […] Matthew Page worked for the US State Department in Nigeria for 15 years. He told the BBC: ‘At a time when Shell should have been cautious having just settled a previous case, rather than walk away from a deal with clear corruption risks, they doubled down.’”

Ende Gelände: RWE geht mit Zivilklagen gegen Ende Gelände Aktivist*innen vor
„Nachdem zahlreiche Menschen Unterlassungserklärungen nicht oder abgeändert unterschrieben haben, klagt der RWE nun die Unterschrift vor den Landgerichten ein. ‚Wenn ich mich weigere, die Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, riskiere ich ein Zivilrechtsverfahren von mehreren tausend Euro‘, sagt Dorothee Häußermann von Ende Gelände. ‚Es ist ein Witz, hier von einer ‚freiwilligen‘ Unterschrift zu sprechen. Deskalation geht anders.‘“

Mining.com: Top 50 biggest mining companies
“MINING.com and sister company IntelligenceMine’s ranking of the world’s 50 largest mining companies based on market value continues to show an industry in recovery. At the end of the first quarter this year the top 50 companies had a combined worth of $842 billion. In total these companies’ added $258 billion in market capitalization over the past 12 months and a good fifth of those gains occurred in 2017.”

Publikationen

Coalswarm/Sierra Club/Greenpeace: Boom and Bust 2017: Tracking the Global Coal Plant Pipeline

Deutsches Institut für Menschenrechte: Jahresbericht 2015

Deutsches Institut für Menschenrechte: Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland: Januar 2015 – Juni 2016

EurAc: Accompanying Measures to the EU Regulation on the Responsible Sourcing of Minerals

Germanwatch: Weitblick 1/2017: Digitalisierung und Ressourcenverbrauch

Germanwatch: Steuerpolitische Instrumente zur Förderung der Reparatur – eine umwelt- und sozialpolitische Maßnahme

Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE): Konfliktmineralien: Auswirkungen der bisherigen Regulierungsinitiativen und  Schlussfolgerungen für die Implementierung der EU-Verordnung

Oxfam: From Aspiration to Reality. Unpacking the Africa Mining Vision

PowerShift: Ressourcenfluch 4.0 – Die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Industrie 4.0 auf den Rohstoffsektor

Stiftung Asienhaus: Asien im Windschatten des Wachstums – Ungleichheiten • Extraktivismus • Bewegungen

Termine

20.04.17 (Berlin): „Berliner Brücken nach Lateinamerika – Städtepartnerschaften unter der Lupe“

21.04.17 (Berlin): Vortrag: Buen Vivir und die Gier nach Öl – Was bleibt von Ecuadors Konzept vom Guten Leben?

21.04.2017 (Berlin): Vorstellung der Studie zur Lieferkette von Nickel von den Philippinen nach Deutschland

24.04.17 (Berlin): Filmvorführung: „Titicaca und die verschwundenen Gesichter“

24.04.-25.04.17 (Berlin): Konferenz: Making the Planetary Boundaries Concept Work

25.04.17 (Berlin): Abend mit PowerShift e.V.

26.04.2017 (Berlin): Filmvorführung: „La buena vida – Das gute Leben“, anschließend Diskussion zu Importkohle aus Kolumbien

28.04.17 (Berlin): Workshop: Wirksamkeitskriterien für Multistakeholder-Initiativen

29.04.17 (Köln): 5. Asientag: Bewegung & Widerstand – Zivilgesellschaft in Bedrängnis

02.05.17 (Berlin): Konferenz: „Globalisierung in der Sackgasse –Visionen für den Neustart“

19.05.17 (Bremen): Konferenz: Chance oder Hindernis für nachhaltige Entwicklung? Die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) zwischen der Europäischen Union  und afrikanischen Regionen.

07.06.17 (Berlin): Konferenz: Die Chance ergreifen: EU-Afrika-Handelsbeziehungen neu gestalten

09.06.-10.06.17 (Bonn): Rohstoffe und Energie in Südafrika: Probleme, Alternativen und die Rolle Deutschlands

16.06.-17.06.17 (Berlin): Crashkurs Rohstoffpolitik

05.07.-06.07.17 (Hamburg): Gipfel für Globale Solidarität

16.10.-22.10.17 (Bundesweit): 3. Alternative Rohstoffwoche (mehr Infos im nächsten Newsletter)

29.-30.11.17 (Hannover): BGR-Rohstoffonferenz 2017: Heimische mineralische Rohstoffe

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AK Rohstoffe ist ein Netzwerk von deutschen Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz einsetzen. Seit 2008 trifft sich der AK Rohstoffe regelmäßig und diskutiert negative Auswirkungen des (metallischen und nichtmetallischen) Rohstoffabbaus in den Ländern des globalen Südens und Nordens sowie die politischen Trends, die diese bedingen. Seit dem 1. Mai 2013 existiert ein Koordinationsbüro in Berlin.

Herausgeber: Michael Reckordt; Kontakt: michael.reckordt@power-shift.de; 030 42805479

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