AK Rohstoffe – Newsletter / November 2014 # 07

Liebe Leser/innen,

Herzlich Willkommen zum 7. Newsletter des AK Rohstoffe. Erdgasförderung aus unkonventionellen Lagerstätten durch Fracking ist derzeit in aller Munde und dank der Werbung der Erdgasindustrie auch vor aller Augen. Dies haben wir zum Anlass genommen, die Fracking-Debatte aus umwelt- aber auch entwicklungspolitischer Perspektive zu beleuchten. Der Schwerpunktartikel von Charlotte Röhren beschreibt die aktuelle Debatte und gibt einen Überblick über die Positionen der verschiedenen Akteure.

Auf europäischer Ebene findet derzeit eine Diskussion über eine EU-Gesetzgebung zur Regulierung von Konfliktmineralien an. Der vorliegende Entwurf geht allerdings nicht weit genug und bleibt hinter bestehenden Gesetzen und Richtlinien zurück. Die Empfehlungen der Zivilgesellschaft zur Stärkung des Gesetzentwurfes finden Sie hier.

Des Weiteren haben wir wieder interessante Artikel rund um die deutsche und europäische Rohstoffpolitik sowie Publikationen und Veranstaltungshinweise aus der Zivilgesellschaft gesammelt.

Viel Freude beim Lesen.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Reckordt
(Koordination AK Rohstoffe)

Fokus auf: Fracking

 Verschafft Deutschland der Fracking-Industrie den globalen Durchbruch?

von Charlotte Röhren

Die Bundesregierung hat angekündigt, noch in diesem Jahr ein Gesetz zu Fracking zu verabschieden. Damit kommt Wirtschaftsminister Gabriel und Umweltministerin Hendricks Forderungen der Industrie nach, die eine Beendigung des Fracking-Moratoriums fordern. Nach der Ankündigung kam daher direktes Lob von BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber: „Es ist richtig und wichtig, dass die Nutzung von heimischem Schiefergas mittels Fracking nicht grundsätzlich für die Energieversorgung des Landes ausgeschlossen wird.“

In der Argumentation der Befürworter/innen lassen sich klar zwei Stränge erkennen. Zum einen wird Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten als Mittel zur Versorgungssicherheit und zum anderen als grüne Brückentechnologie beworben. So stellt beispielsweise der Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs (CDU) klar: „Fracking kann uns eine riesige Chance bieten, in großem Stil unabhängig von russischem Gas zu werden.” Vertreter/innen der Gasindustrie wie Exxon Mobile fahren derweil eine große Werbekampagne, um Gas in der Bevölkerung als Brückentechnologie zu verankern, bis die erneuerbaren Energien „soweit“ sind.

Beide Argumente halten eine genauere Überprüfung nicht stand. Die unkonventionellen Vorkommen in Deutschland sind bei weitem nicht groß genug, um von einer Versorgungssicherheit sprechen zu können. Fracking als grüne Technologie zu beschreiben wäre aus Sicht der eigenen CO2-Bilanz sowie auf Grund der ökologischen Risiken vermessen. Daher fordern bundesweit Bürgerinitiativen in der Korbacher-Resolution ein klares Fracking-Verbot, dem sich auch Umweltverbände wie der BUND anschließen: „Die Bundesregierung muss die Energiewende ernst nehmen und die Förderung von Gas aus unkonventionellen Quellen mittels Fracking im Rahmen des BbergG [Anm.: Bundesberggesetz] verbieten.“

Nahezu unbeteiligt an der Debatte sind bisher die Entwicklungsverbände, obwohl eine Erlaubnis von Fracking in Deutschland entwicklungspolitische Konsequenzen hätte. Denn diese Entscheidung könnte der Industrie globalen Rückenwind geben, um Fracking verstärkt im globalen Süden durchzusetzen.

Was genau ist eigentlich Fracking?

Beim Fracking handelt es sich um ein Verfahren, mit dem unkonventionelles Erdgas aus tieferen Gesteinsschichten gewonnen wird. Während konventionelles Gas nahe unter der Oberfläche liegt, kann das unkonventionelle Gas nur mit hohem Aufwand gefördert werden. Dafür wird bis zu fünf Kilometer in die Tiefe und anschließend horizontal in die gasführende Gesteinsschicht gebohrt. Das in dieser undurchlässigen Schicht gefangene Gas, wird „Schiefergas“ genannt. Um das Gestein gasdurchlässig zu machen, wird mit hohem Druck Frackflüssigkeit in das Bohrloch gepumpt. Diese besteht aus Wasser, Quarzsand oder Keramikkügelchen sowie verschiedenen Chemikalien. Durch den Druck wird das Gestein aufgesprengt und die sogenannten Fracks (Gesteinsspalten) werden mit Hilfe des Quarzsandes oder Keramikkügelchen und den Chemikalien offen gehalten, sodass das vorhandene Schiefergas gefördert werden kann. Die Frackflüssigkeit wird mit dem Erdgas zurückgepumpt und muss anschließend entsorgt werden. Dies ist der sogenannte Flowback.

Doch hier beginnen die Probleme.

Zum einen kann die Frackflüssigkeit sehr giftige Chemikalien enthalten. Zum anderen mischt sich der Flowback mit Formationswasser, welches ebenfalls giftige Schwermetalle enthalten kann. Im Falle eines Lecks kann sich diese Flüssigkeit ausbreiten und unter Umständen ins Grundwasser dringen. Des Weiteren wird der Flowback nicht immer umweltgerecht entsorgt, seine Handhabung ist mit gewissen Risiken verbunden und eine zukünftige, umweltgerechte Entsorgung ist nicht eindeutig geklärt. Die vorhandenen Klärwerke sind technisch nicht in der Lage die umweltgerechte Entsorgung zu gewährleisten und Industriekläranlagen, die dazu in der Lage wären, sind den Erdgasproduzenten zu teuer. Daher wird die Frackflüssigkeit bisher durch Disposal-Bohrungen in ausgedienten Bohrlöchern „entsorgt“ und „sich selbst überlassen“. Über die gesundheitlichen Risiken der Frackflüssigkeit ist wenig bekannt. Unternehmen unterliegen bei der Zusammenstellung der Chemikalien keiner Nachweispflicht und so war das Umweltbundesamt für sein Gutachten auf die freiwilligen Angaben von Exxon Mobile angewiesen. Ein Trinken der noch nicht erprobten Frackflüssigkeit vor laufender Kamera, wie in einem Panaroma-Beitrag (ausgestrahlt am 4.9.2014) zu sehen, ist als Unbedenklichkeitsnachweis nicht ausreichend, sondern vielmehr ein PR-Gag.

Auch die Gefahr von Lecks wird von der Industrie gerne heruntergespielt und als unwahrscheinliches Risiko genannt. Dennoch zeigen bereits Fälle in den USA, dass Kontaminierung des Grundwassers nicht nur durch die Fracks selber, sondern vermehrt auch durch Risse und Lecks in den Zementförderrohren geschieht. Bohr-Lecks sind ein bekanntes Problem bei Bohrungen aller Art und treffen daher genauso auf die Fracking-Methode zu.

Weitere Kritikpunkte beziehen sich auf das erhöhte Risiko von Erdbeben. So nahm die Anzahl der Erdstöße in Fracking-Gebieten in den USA laut dem Fachmagazin Science bereits stark zu. Seit den 1990iger-Jahren hat sich die Erdbebenrate fast versiebenfacht. Allerdings liegt dies nur zum Teil am Fracking selber. Häufiger scheint als Grund die Verpressung und „Entsorgung“ des Flowbacks.

Aus rohstoffpolitischer Sicht ist darüber hinaus die Nutzung von Quarzsand zum Offenhalten der Fracks kritisch zu sehen. Quarzsand gibt es wegen des intensiven Abbaus eben nicht mehr „wie Sand am Meer“, sondern ist eine knapper werdende Ressource. Quarzsandvorräte gibt es hautsächlich in Küstenregionen. Dort führt der Abbau zu erheblichen Schäden des sensiblen Umwelt- und Ökosystems. Dabei werden häufig Inseln und Küstenabschnitte buchstäblich von unten ausgehöhlt. Ein weiterer Nachfrageanstieg würde diesen bereits zu beobachtenden Trend weiter verstärken.

Kritiker/innen des vorgelegten Gesetzentwurfs für Fracking bemängeln außerdem die ungenaue Differenzierung zwischen konventionellen und unkonventionellen Fracking und die Beliebigkeit bei der Festlegung der Obergrenze für Fracking auf 3000 Meter.

Wo gibt es Schiefergasreserven insbesondere im globalen Süden?

Weltweit gibt es laut BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) noch ca. 837 Billionen m³ Erdgasressourcen, davon stellen die Schiefergasressourcen ca. ein Viertel. Wichtig ist es, zwischen Ressourcen und technisch gewinnbaren Vorkommen zu unterscheiden. So hat China beispielsweise die größten Schiefergasressourcen mit 1275 Billionen m³, allerdings sind nur 17 Billionen m³ wirtschaftlich gewinnbar. In der „Heimat“ des Schiefergasbooms, den USA, schlummern wirtschaftlich gewinnbar 24 Billionen m³, ähnlich viel wie in Argentinien. In Deutschland sind es nur 8 Billionen m³, wovon jedoch je nach Quelle nur 0,7 bis 2,3 Billionen m³ wirtschaftlich abbaubar sind. Bei einem jährlichen Verbrauch in Deutschland von ca. 87 Milliarden m³ würden die Schiefergasreserven den Bedarf für maximal zwei bis drei Jahre stillen können. Daher kann man nicht ernsthaft von einer Versorgungssicherheit sprechen.

Im globalen Süden haben nach bisherigem Erkenntnisstand besonders einige nordafrikanische Länder, Südafrika, Länder in Südamerika, Indien, Pakistan und China nennenswerte Schiefergasreserven. Je nach Institution variieren die Angaben von bestätigten und technisch gewinnbaren Vorkommen stark. Eine rein faktische, gar neutrale, Debatte kann es auf Grund der dünnen Faktenlage nicht geben. Dies ist zwar häufig bei neuen Technologien der Fall, jedoch ist es kein gesellschaftsverantwortlicher Umgang, neuen Technologien einfach auszuprobieren. In der Vergangenheit haben solche Entscheidungen einschneidende Folgen gehabt – siehe Atomkraft.

Die Debatte zu Fracking in Deutschland wird derweil von verschiedenen Akteur/innen gestaltet.

Die Industrie sowie Politiker wie Michael Fuchs betonen, dass Fracking unabdingbar für die Versorgungssicherheit sei. Denn, so der BDI: „Ein so importabhängiges Industrieland wie Deutschland muss die Chancen sehen, die sich mit der Förderung heimischer Gasvorkommen verbinden.“ Hierbei wird besonders gerne die Abhängigkeit von russischem Gas erwähnt. Dabei fällt allerdings unter den Tisch, dass Deutschland bisher nicht nur russisches Gas, sondern auch russische Kohle importiert. Doch alle politischen Erwägungen beiseite, reichen die gewinnbaren Schiefergasvorkommen in Deutschland nicht für eine längerfristige Versorgung. Zudem bleibt unerwähnt, dass das unkonventionelle Gas nicht über Nacht zur Verfügung stünde, sondern nach jetzigem Stand der Lizenzvergabe weitere fünf bis zehn Jahre vergehen würden, bevor zum ersten Mal Schiefergas gefördert werden könnte. Versorgungssicherheit und Import-Unabhängigkeit kann Schiefergas, wie schon erwähnt, daher nicht leisten.

Gleichzeitig bemühen sich einige Akteur/innen, Fracking als „grüne“ Technologie und als Brückentechnologie zu bewerben. Da erneuerbare Energien bisher nicht vollständig die Energieversorgung gewährleisten können, soll das „umweltschonende“ Schiefergas diese Lücke füllen. Dieses Argument wird oft im globalen, entwicklungspolitischen Kontext angebracht und unterstrichen, dass für einen globalen Klimaschutz Erdgas und dementsprechend auch Fracking eine Übergangslösung sein muss. Fracking ist aber als fossiler Energieträger schlicht nicht zukunftsgerichtet. Alarmierend sind die Zahlen, die renommierte Forscher/innen nun in einem Artikel in der Wissenschaftszeitung Nature veröffentlichten. Demnach „erweist sich die Hoffnung als irrig, dass Erdgas zu einer Verringerung der Erderwärmung beitragen kann”, sagt Nico Bauer vom beteiligten Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). „Ein zusätzliches Angebot von preiswertem Gas ersetzt nur eine begrenzte Menge Kohle – und es könnten auch emissionsarme erneuerbare Energien und Kernenergie verdrängt werden.“ Dabei könnte es bei Kohle um 10% und bei emissionsarmen Energien um 8% gehen. Hinzukommen würde ein genereller Anstieg des Energieverbrauchs durch billiges Gas. Fracking als grüne Brückentechnologie zu beschreiben ist auf Grund dieser Zahlen also völlig ungerechtfertigt.

Dazu kommt eine unterschiedliche Bewertung der Risiken, durch Bohrungen, durch den Einsatz von Chemikalien sowie die Handhabung des Flowbacks. So erklärt BGR-Präsident Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel: „Häufig werden Gefahren heraufbeschworen, die gar keine sind. Beim Fracking zur Förderung von Erdgas gibt es weit verbreitete Ängste in der Bevölkerung, die aus geowissenschaftlicher Sicht größtenteils unbegründet sind.“

Dies wird nicht nur von den Umweltverbänden wie NABU und BUND oder der lokalen Bevölkerung bezweifelt. Auch CDU-Abgeordnete rund um den Bodensee stellen den innerparteilichen Kurs in Frage, so beispielsweise Andreas Jung: „Chemie gehört ins Labor und nicht in den Boden! Ich habe im Bundestag deshalb nie für Fracking gestimmt, sondern dagegen gekämpft.“ Unterstützung kommt von ungewöhnlicher Seite: so fordert der Deutsche Brauer-Bund: „Fracking in Einzugsgebieten von Mineral- und Heilquellen, von Brunnen für Brauereien und für die Herstellung von Erfrischungsgetränken, für die Trinkwasserversorgung und für die Lebensmittelherstellung muss generell untersagt werden, ohne Wenn und Aber.“

Die Leiterin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger beschreibt die ökologische Anforderungen an das neue Fracking-Gesetz wie folgt: „Zentraler Bestandteil der vorgesehenen Gesetzesänderungen muss ein Verbot der Gasförderung aus Schiefer- und Kohleflözgestein über eine Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes sein, ferner eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein Verbot in Wasserschutzgebieten, und zwar für jede Form des Frackings.“ Demnach würde das UBA eine eingeschränkte Nutzung von Fracking erlauben, solange gewisse Umweltaspekte beachtet werden.

Die Bundesregierung hat sich auf eine kleine Anfrage der Grünen hin höchst diplomatisch geäußert: „Fracking zur Erdgasgewinnung ist eine in Deutschland derzeit besonders umstrittene Technologie. Die Bundesregierung nimmt die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst. Die Bundesregierung möchte erreichen, dass diese Debatte auf rationaler Grundlage und mit wissenschaftlich gewonnenen Informationen geführt werden kann. Sie wird deshalb ein Regelungspaket vorlegen, das einem Grundsatz folgt: Der Schutz der Gesundheit und der Schutz des Trinkwassers haben absolute Priorität.“

So scheinen sich derzeit diejenigen durchzusetzen, die Fracking zwar kritisch, aber dennoch verantwortbar sehen und daher an einer ökologischeren Variante des Gesetzes basteln, die besonders Wasserschutzgebiete und Natura 2000-Gebiete schützen soll.

Ein entwicklungspolitischer Ansatz

Die Entwicklungsverbände haben sich bisher größtenteils aus der Debatte rausgehalten – zu Unrecht. Zum einen darf Schiefergas nicht als globale umweltfreundliche Lösung für eine zeitnahe Energieversorgung gesehen werden und zum anderen müssen die Auswirkungen eines deutschen Fracking-Gesetzes kritisch betrachtet werden.

Schiefergas ist weder national noch international eine Brückentechnologie. Erstens, auf Grund der genannten ökologischen Auswirkungen und zweitens, weil die konventionellen Erdgasstätten ausreichen, um als „Brücke“ den Weg von der Kohle zur erneuerbaren Energie zu gewährleisten. Solange weiter intensiv in erneuerbare Energien, Speicher- und Transportmöglichkeiten investiert und dies mit Wissens- und Technologietransfer begleitet wird, brauchen die unkonventionellen Reserven überhaupt nicht angerührt werden.

In Europa aber auch Lateinamerika beobachten zivilgesellschaftliche Akteure genau, was in Deutschland passiert. Eine deutsche Erlaubnis von Fracking könnte einen internationalen Standard setzen und zum Vorbild genommen werden. Mit dem derzeitigen Gesetzesentwurf ist die Bundesregierung demnach dabei, der Fracking-Industrie den globalen Durchbruch zu verschaffen und eine Blaupause für Fracking-Gesetze zu liefern. Dies würde auch deutschen Konzernen wie Wintershall zu Gute kommen, die schon jetzt im globalen Süden sehr aktiv in Fracking-Vorbereitungen sind.

Das erklärt, warum die Industrie so intensives Lobbying betreibt, obwohl es in Deutschland keine großen Vorkommen gibt. Während Exxon Mobile beispielsweise mit ganzseitigen Anzeigen Gesprächsbereitschaft an die Bevölkerung signalisiert, läuft die eigentliche Lobbyarbeit hinter verschlossenen Türen. Die Bevölkerung jedoch hat kaum Interesse an Gesprächen mit der Industrie. Vielfach bereitet sie vor Ort den Widerstand vor, so z.B. in Völkensen. Dort hat sich eine Bürgerinitiative gegen Fracking gebildet, die zusammen mit vielen weiteren Bürgerinitiativen die Korbacher Resolution unterschrieben hat. Sie fordern darin nicht nur ein ausnahmsloses Fracking-Verbot, sondern ein generelles Import- und Handelsvorbot von „gefrackten“ fossilen Energieträgern. Weitere starke Anti-Fracking-Proteste gibt es in europäischen Ländern wie Polen, England oder Italien.

Im globalen Süden finden sich ebenso Widerstände gegen Fracking. Diese erinnern an ähnliche Kämpfe in der Vergangenheit gegen Landraub und Zwangsumsiedlungen, Ausbeutung, Menschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden durch multinationale Konzerne. So wehren sich beispielsweise indigene Gemeinden im südlichen Argentinien durch Besetzungen und energischen Protest gegen den Landraub durch die Gasindustrie. Auf ihrem Land soll unkonventionelle Gasförderung betrieben werden. Der Konzern, der hierfür die Lizenzen gekauft hat, ist das deutsche Unternehmen Wintershall. Solche Lizenzvergaben geschehen häufig intransparent und im Geheimen. Die deutsche Zivilgesellschaft sollte dieses Fracking-Engagement deutscher Unternehmen und dessen sozial-ökologischen Auswirkungen im globalen Süden kritisch thematisieren. Gleichzeitig darf es keinerlei finanzielle Unterstützung der Bundesregierung, deutscher Finanzinstitute oder gar entwicklungspolitische Flankierung durch BMZ oder GIZ geben.

Fracking ist keine zukunftsorientierte Technologie, sondern schlicht ein neuer profitversprechender Markt für Energiekonzerne, der ökologische und soziale Auswirkungen missachtet. Deutschland sollte hier keinen Freibrief für eine umstrittene Technologie geben, sondern ein internationales Signal gegen Fracking senden.

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Zum Weiterlesen zu Fracking:

Zeit: Schmieriges Geschäft – Die Wall Street hat den Ölboom in den USA unterstützt. Das könnte sich nun rächen

TAZ: Exxon-Europa-Chef über Fracking – „Das ist der Preis“

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung: Erdgas kann den Klimawandel nicht verlangsamen

Umweltbundesamt: Gutachten 2014: Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas insbesondere aus Schiefergasstätten

BGR: Energiestudie 2013 – Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen

Verdi: VKU-Studie zu Trankwasserqualität

Friends of the Earth Europe: Shale gas – unconventional and unwanted: the case against shale gas

Heinrich Böll Stiftung: Ressourcenschwindel Schiefergas

Unkonventionelle Gasförderorte

Handelsblatt: Angst vor Fracking ist unbegründet so Präsident des BGR

Klimaretter: Die wahren Gefahren des Frackings

Panorama: Alles andere als irreführend

Taz: Bothel fordert Gas-Moratorium. Erhöhte Quecksilberwerte

NABU: Parlamentarischer Abend zum Thema Fracking

Klimaretter: 660.000 gegen Fracking

Taz: Fracken biologisch abbaubar

Der Standard: Siemens gibt Hausgeräte ab und setzt auf Fracking

Abendblatt: So belastet Fracking in den USA das Trinkwasser

BGR: Kopenhagener Erklärung: Bei Schiefergas-Bewertung in Europa den Sachverstand der Geologischen Dienste einbeziehe.

NOZ: IGBCE Chef Michael Vassiliadis: Fracking-Verbot wäre unverantwortlich

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Nachrichten

 

Deutsche Rohstoffpolitik

Frontal21: Umstrittener Rohstoffabbau – Die Schlacht um die Vulkaneifel

„Der Berg ist weg, ausgehöhlt, geblieben ist nur ein Kraterrand. Grob gerechnet verschwindet jedes Jahr ein solcher Vulkanberg. Und die Nachfrage nach Eifeler Lava steigt weiter.“

Neue Energie: Schlüsselwort Ressourceneffizienz

„Deutschland soll nicht nur Ressourcen besser schonen, sondern gleich die ressourceneffizienteste Volkswirtschaft der Welt werden. Zum Auftakt einer dreitägigen Konferenz des Umweltbundesamts (UBA) zum Thema Ressourcenschutz appellierte Umweltministerin Barbara Hendricks an die Verantwortung der Industrieländer.“

NABU: EU braucht eine bessere Abfall- und Rohstoffpolitik

„„Die Bedeutung von Abfall und Sekundärrohstoffen für den Umweltschutz und die Generationengerechtigkeit werden nach wie vor unterschätzt. Wenn die Umweltminister die neuen Vorschläge zerreden und von ihnen die Verbindlichkeit einer Sonntagsrede einfordern, hätte das fatale Folgen“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wir fordern die europäischen Umweltminister und insbesondere Frau Hendricks auf, das Maßnahmenpaket schnell umzusetzen und dem vorzubeugen.““

Wirtschaftswoche: Kampf um Rohstoffe – Die Ära der Hochrisiko-Förderung beginnt

„Es sind nämlich die Verbrauchsländer wie Deutschland, die mit ihrer Nachfrage den Raubbau in der Ferne befeuern. Und je höher die Preise von Rohstoffen, desto attraktiver wird der Bereich auch für Anleger aus den Industrienationen, die in die Rohstoffgewinnung investieren.“

Klimaretter: Ökostrom – Dunkle Seite, helle Ökobilanz

„Nicht nur die fossilen Energien beeinträchtigen die Umwelt, auch für den Bau von Erneuerbare-Energien-Anlagen werden Rohstoffe gebraucht. Deren Abbau kann die Umwelt erheblich schädigen, dennoch haben die Erneuerbaren insgesamt betrachtet eine bessere Öko-Bilanz als die Fossilen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Lebenszyklus-Analyse von Wissenschaftlern an Norwegens Technisch-Naturwissenschaftlicher Universität NTNU.“

NABU: Widerstand gegen Umweltkahlschlag

„In einem gemeinsamen Brief haben der NABU, sowie BUND, DNR und WWF die deutschen EU-Parlamentarier dazu aufgerufen, der künftigen EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker ihre Zustimmung zu verweigern, wenn es nicht zu deutlichen Nachbesserungen für den Umweltschutz kommt.“

BMZ: Deutsch-mosambikanische Regierungsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen

„Der Parlamentarisch Staatssekretär beim BMZ betone das enorme wirtschaftliche Potenzial Mosambiks. Zugleich ap­pel­lier­te er an die mosam­bikanische Sei­te, Ein­nah­men aus dem Roh­stoff­sektor für den Kampf ge­gen die Ar­mut und ei­ne nach­hal­tige Ent­wick­lung zum Wohl der Be­völ­ke­rung ein­zu­set­zen. Denn trotz ei­nes seit Jah­ren kon­stant ho­hen Wirt­schafts­wachs­tums und zahl­rei­cher Boden­schätze lebt über die Hälf­te der mosam­bi­ka­ni­schen Be­völ­ke­rung im­mer noch in Ar­mut.“

OWC-Verlag: KazAtomProm in Berlin: Rohstoffpartnerschaft mit Inhalt füllen

„Chancen für die Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen sieht KazAtomProm nicht nur im Bereich der Rohstoffförderung, sondern unter anderem auch beim Infrastrukturbau, in der IT und Telekommunikation, im Chemie- und Energiesektor.“

BGR: BGR-Expedition im Indischen Ozean: Forscher erschnüffeln metallische Rohstoffe in der Tiefsee

„Bei bisherigen Forschungsfahrten der BGR wurden bereits vielversprechende Vorkommen von metallreichen Ablagerungen entlang der ozeanischen Spreizungszone identifiziert. Die marinen Massivsulfide können künftig einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung Deutschlands leisten.“

BMWi: Maritimer Koordinator eröffnet 3. Statustagung zum Nationalen Masterplan Maritime Technologien

„Innovative maritime Technologien werden in vielen Wirtschaftsbereichen benötigt. Sie ermöglichen eine nachhaltige Versorgung mit Energie, Nahrung und Rohstoffen aus dem Meer […]. “Hier haben deutsche Unternehmen große Stärken. Wir wollen, dass sich das auch im Weltmarktanteil widerspiegelt”, so Staatssekretär Beckmeyer. “Die heutige Statustagung wird dazu beitragen, die Richtung für den künftigen Masterplan vorzugeben.”“

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Rohstoffpartnerschaften

BMWi: Rohstoffpartnerschaft mit der Mongolei ausgeweitet

„In der heutigen Sitzung der Deutsch-Mongolischen Regierungsarbeitsgruppe in Berlin wurde vereinbart, die Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz zu intensivieren und diese Themenfelder als neue Bereiche in die bestehende Zusammenarbeit im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich einzubeziehen.“

GTAI: Präsentation deutscher Umwelttechnologien in Peru

„Deutsche Umwelttechnik soll in Peru bekannter werden. Dazu hat die deutsche Botschaft in Lima das Cluster Canasta Tecnológica Alemana (CTA) gegründet, das durch die Auslandshandelskammer Peru (AHK Peru) unterstützt wird. Etwa 20 Vertreter meist marktführender deutscher Unternehmen, Weltkonzerne wie auch Mittelständler, präsentieren sich gemeinsam in Peru.“

TAZ: Konflikt um Kupfermine – Misstrauen ist geblieben

„2014 wurden bisher noch keine Proben genommen, so Ingenieur Casanova. „Doch wir bräuchten ein regelmäßiges Monitoring, Analysen, um festzustellen, woher die Belastung kommt.“ Doch das scheint der peruanischen Regierung zu teuer, längst sind die staatlichen Institutionen wieder abgerückt.“

BMWi: Bundesminister Gabriel trifft chilenische Präsidentin Bachelet

„Schwerpunkte des Gesprächs sind die Reformagenda in Chile und wirtschaftliche Kooperationsmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen Energie und Rohstoffe.“

Deutsche Welle: Merkel und Bachelet auf einer Wellenlänge

„Den deutschen Wunsch nach enger Kooperation im Rohstoffsektor trägt Kanzlerin Angela Merkel erneut recht unverblümt vor, nachdem sie bereits in ihrem traditionellen Videopodcast am Wochenende betont hat, wie nötig Deutschland Rohstoffe brauche. Chile ist – gemessen am Umfang der Importe – der Rohstoff-Lieferant Nummer 1 für die hiesige Wirtschaft, vor allem wegen seiner riesigen Kupfervorkommen.“

Freie Presse: Chile braucht Freiberger Wissen

„Der Andenstaat gehört zu den wichtigsten Rohstoffländern der Welt. Das moderne Know-how liefert zum Beispiel die TU Bergakademie Freiberg. “Wir könnten uns vorstellen, dass dieses Zentrum eine Heimstätte hier und in Chile erhält. Bis zu 100 chilenische Studenten könnten dann in Freiberg ausgebildet werden. Es sind die Brückenbauer von morgen für die wichtige Rohstoffpartnerschaft”, erklärte der TU-Rektor.“

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Deutsche Unternehmen / Verbände

Rohstoffallianz: Rohstoffallianz tritt Netzwerk „KIC Raw Materials“ bei

„Die Rohstoffallianz wird eine Schnittstelle zwischen ihren Gesellschaftern und Partnern und dem KIC Raw Materials bilden, um gemeinsame Forschungsinteressen zu identifizieren und komplementäres Knowhow zusammenzuführen.“

Börsennews.de: Eine Aktie für Europas Wirtschaft

„Es wäre somit die Rohstoffallianz, die finanziell gesehen keine Schwierigkeiten haben dürfte, die 500 Mio. Euro zur Minenentwicklung beizusteuern. Bei Rhodia in Europa würde das in Kanada produzierte Mineralkonzentrat verarbeitet und einzelne REE-Endprodukte entsprechend den Bedürfnissen der europäischen Industrie, vor allem Deutschlands, hergestellt werden.“

Tagesspiegel: BDI bleibt außen vor Firmen und Konzerne nehmen Lobbyarbeit selbst in die Hand

„Die Verbände selbst wollen von einem Bedeutungsverlust nichts wissen. „Seit Beginn der Finanzkrise hat es enorm viele Krisengipfel und Spitzengespräche gegeben, bei denen unser Rat gefragt war“, heißt es beim BDI. Für Themen, die alle Industriebetriebe betreffen, von der Erbschaftsteuer bis zur Rohstoffversorgung, gebe es keine wichtigere Stimme.“

BDI: Wohlstand, Umwelt- und Klimaschutz brauchen den effizienten Einsatz von natürlichen Ressourcen

„Die ressourcenpolitische Diskussion auf europäischer und deutscher Ebene fokussiert bislang vor allem auf das Ziel, die Effizienz des Ressourceneinsatzes zu erhöhen. Dieses primär umweltpolitisch motivierte Ziel wird mit weiteren Zielen wirtschaftlicher und sozialer Art wie Wettbewerbsfähigkeit, Re-Industrialisierung und Versorgungssicherheit usw. verknüpft.“

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Europäische Rohstoffpolitik

AK Rohstoffe: Für eine wirksame EU-Gesetzgebung zu Konfliktrohstoffen

„Empfehlungen zur Stärkung der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Verordnung zur „Schaffung eines Unionssystems zur Selbstzertifizierung der Sorgfaltspflicht in der Lieferkette durch verantwortungsvolle Importeure von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erzen und Gold aus Konflikt- und Hochrisikogebieten““

SZ: Giftiger Goldrausch. Wie TTIP globale Konzerne schützt am Beispiel Rosia Montana, Rumänien

„Der Konzern Gabriel Resources kündigt an, wenn es nicht bald zu Enteignungen komme, den rumänischen Staat auf vier Milliarden Dollar Schadenersatz zu verklagen – etwa zwei Prozent des rumänischen Bruttoinlandsprodukts. Ermöglicht durch bilaterale Investitionsschutzabkommen, wie sie auch in TTIP und CETA geplant sind.“

Taz: Kurswechsel bei „Blutmineralien“ – Offener Brief von 70 Experten

„Ein offener Brief von 70 Kongo-Experten verweist auf die negativen Folgen der Kampagne gegen Konfliktrohstoffe im Kongo. Sie plädieren für Perspektiven statt Strafen für Bergleute.“

ORF: Bischöfe kritisieren Ausbeutung durch Bergbau

„70 katholische Bischöfe aus aller Welt haben die EU aufgefordert, schärfer gegen Menschenrechtsverletzungen in Bergbaugebieten in Schwellen – und Entwicklungsländern vorzugehen. In ihrer Erklärung nehmen die Bischöfe Bezug auf einen Gesetzesentwurf des EU-Parlaments, in dem es um die Sicherstellung verantwortungsvoller Gewinnung von Konfliktrohstoffen geht und fordern klare und verbindliche Regelungen.“

ElektronikPraxis: Konfliktmineralien – Schwelendes Problem der Eletroniklieferkette

„Seit Jahren schlägt sich die Elektroniklieferkette mit dem Thema Konfliktmineralien herum, ohne dass von Regierungsseiten bisher eine konsistente Behandlung des Themas vorliegt.“

Ingenieur.de: European Lithium startet 2018 mit Lithiumabbau in Österreich

„In Europa wird bisher in ganz kleinen Mengen Lithium in Portugal produziert. Seit längerem wird über einen Lithium-Abbau in Finnland diskutiert. Der Bergbaukonzern Rio Tinto verfügt über eine eigene Lagerstätte in Serbien, die aber längst noch nicht abbaureif ist. Wolfsberg dürfte damit der erste nennenswert Lithium-Abbau in Europa werden.“

Deutschlandfunk: EU verklagt Rumänien wegen Umweltverschmutzung

„Die EU-Kommission hat Rumänien vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Das Land soll einen See sanieren, in dem jahrzehntelang giftige Bergbauabfälle eingelagert wurden. Obwohl die Rückstände inzwischen auch das Nachbarland Serbien belasten, weigert sich die rumänische Regierung, für Abhilfe zu sorgen.“

Der Freitag: Polen – Baggern für Vattenfall

„„Die Regierung will hier ein riesiges Gebiet für den Braunkohletagebau freigeben“, so Kowalczuk, „ohne dass die Gemeinden gefragt werden. Angeblich soll es 2018 losgehen: Mit zwei Milliarden Tonnen Kohle rechnet der Staatsenergiekonzern PGE SA. Weit mehr als bisher auf deutscher Seite der Grenze gefördert wurde. Dazu müssten 13 Dörfer weichen und etwa 3.000 Menschen ihren Heimatort verlassen.“

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Sonstiges

Taz: Bolivien – Ein weißer Elefant beginnt zu laufen

„Nach weiteren 25 Millionen Investitionen zur Instandsetzung der Anlage unter der Regierung von Evo Morales hat die Blei-Silber-Schmelze Karachipampa im September diesen Jahres die Produktion begonnen. Gestern wurden in einem symbolischen Akt die ersten Silberbarren an den boliviansichen Praesidenten uebergeben, in die die Buchstaben EVO eingraviert waren.“

ElektronikPraxis: Konfliktmineralien – sind Sie betroffen?

„Hat auch Ihr Unternehmen einen Fragebogen zu Konfliktmineralien erhalten? Eine Juristin informiert Distributoren, Einkäufer und Verwender über Dodd-Frank Act.“

Mining.com: Glencore Chef Ivan Glasenberg auf Einkaufskurs

„The most intriguing idea put forward by FT is a merger between Glencore and Rio Tinto, which would combine the world’s second and fourth largest miner, and knock BHP off its thrown.”

RBB: Vattenfall besteht auf Braunkohle-Geschäft

„Der schwedische Energiekonzern Vattenfall legt sich mit der neuen Regierung in Stockholm an. Diese hatte letzte Woche erklärt, die weitere Ausbeutung der Braunkohle stoppen zu wollen. Doch das Staatsunternehmen argumentiert: Die neuen Tagebaue Jänschwalde, Welzow und Nochten dienten lediglich der Bestandssicherung. Und die Bergbau-Gewerkschaft sorgt sich um den Strompreis.“

Umweltruf: Fraunhofer-Studie ermittelt Rohstoffersparnis durch Recycling

„Fraunhofer Institut entwickelt neue Methodik, mit deren Hilfe der gesamte Recyclingprozess Schritt für Schritt nachmodelliert werden kann. Die Untersuchung zeigt beispielsweise: Durch den Kreislaufführung der ALBA Group (einem Recycling- und Umweltdienstleister) von etwa 6,2 Millionen Tonnen Wertstoffen können rund 51 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden – eine Menge, die dem weltweiten Jahresbedarf an Aluminium entspricht.“

Freie Presse: Freiberger forschen für künftige Rohstoffe

„Nun hat die Europäische Union ein Forschungsprojekt abgesegnet, das “Fame” heißt. Und das den beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren einigen Ruhm verspricht. Es geht um nichts weniger als die künftige Rohstoffversorgung Europas. Die Idee entstand im Gewerbegebiet “Schwarze Kiefern” vor den Toren Freibergs.“

Heise: Geopolitik des Lithiums

„Sollte Lithium sich für elektrische Batterien weiterhin breit durchsetzen, stellt sich die Frage nach der Verteilung der erdvorkommen und deren Geopolitik. In Bolivien, dass neben Argentinien und Chile die größten Vorkommen hat, wurde allerdings in 2010 ein Gesetz verabschiedet, dass „Mutter Erde“ als Rechtssubjekt anerkennt. Im Namen der Umwelt kann nun also geklagt werden und da könnte der Abbau von Lithium ein Härtetest sein.“

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Publikationen

AK Rohstoffe: Für eine wirksame EU-Gesetzgebung zu Konfliktrohstoffen

Amnesty International: Mining in Guatemala – Rights at Risk

Andy Whitmore: Indigenous peoples and the extractive sector – towards a rights-respecting engagement

Australien Aid: 50 pieces of advice to an official who is engaged in the negotiation of mining contracts

Canadian Centre for Policy Alternatives: Making Sense of the CETA: An Analysis of the Final Text of the Canada-European Union Comprehensive Economic and Trade Agreement

FES: Agreement under pressure – gold mining and protests in the Kyrgyz Republic

Germanwatch: Reform oder Scheinreform? Den IT-Sektor auf Ressourcenschonung trimmen

GIGA: Contestations over Indigenous Participation in Bolivia’s Extractive Industry: Ideology, Practices, and Legal Norms

RepRisk Special Report: Most Controversial Mining Projects

SSRC: Analyzing the Impact of the Dodd-Frank Act on Congolese Livelihoods

Tebtebba & PiPLinks: Indigenous Peoples and the Extractive Sector – Towards a Right-Respecting Engagement

 

Termine

24.11.2014 Vortrag (Wiesbaden): Rohstoffe: Fairer Abbau statt Raubbau (attac Wiesbaden)

26.11.2014 Tagung (Berlin): Transparenzgipfel zu D-EITI (BMWi)

2.12.2014 Webinar: Rohstoffpolitik Deutschlands – Anmeldung bis zum 30.11 an sebastian.roetters@power-shift. (PowerShift)

9.12.2014 Webinar: Deutschlands Kohleimporte – Anmeldung bis zum 30.11 an sebastian.roetters@power-shift.de (PowerShift)

10.12.2014 Podiumsdiskussion (Hamburg): Spiel um Rohstoffe – Demokratisch global (Eine Welt Netzwerk Hamburg)

 

Impressum

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AK Rohstoffe ist ein Netzwerk von deutschen Nichtregierungsorganisationen, die sich für Menschenrechte, soziale Standards und Umweltschutz einsetzen. Seit 2008 trifft sich der AK Rohstoffe regelmäßig und diskutiert negative Auswirkungen des (metallischen und nichtmetallischen) Rohstoffabbaus in den Ländern des globalen Südens und Nordens sowie die politischen Trends, die diese bedingen. Seit dem 1. Mai 2013 existiert ein Koordinationsbüro in Berlin.

Herausgeber: Michael Reckordt; Kontakt: michael.reckordt@power-shift.de; 030 42805479

Dieser Newsletter wurde gefördert von Engagement Global im Auftrag des BMZ.

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