Auftaktveranstaltung der 2. Alternativen Rohstoffwoche

Unter dem Titel “Rohstoffkonflikte – Die Verantwortung Deutschlands” lädt PowerShift und GermanWatch zu der Auftaktveranstaltung der Alternativen Rohstoffwoche am Montag, den 19. Oktober 2015 um 19 Uhr ein. VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stellen sich die Frage wie Konfliktfinanzierung durch Rohstoffabbau beendet werden soll.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 40 Prozent aller weltweiten Konflikte in den letzten 60 Jahren mit dem Abbau und Handel von Rohstoffen in Verbindung stehen. Diese reichen von Zwangsvertreibungen für den Kohleabbau in Kolumbien, über die Ermordung von Bergarbeiter/innen in Südafrika, bis hin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Bergbaukonzernen und von Kupferminen betroffenen Gemeinden in Peru. In der öffentlichen Diskussion ist seit einiger Zeit die Finanzierung von illegalen, bewaffneten Gruppen durch den Abbau von oder Handel mit Mineralien, wie in der Demokratischen Republik Kongo.

Die Europäische Union verhandelt aktuell eine Verordnung, diese Konfliktfinanzierung durch Rohstoffe zu unterbinden. Das europäische Parlament hat in diesem Prozess im Mai 2015 für verbindliche Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette von Unternehmen gestimmt. Jetzt müssen sich die einzelnen Mitgliedsstaaten positionieren: In der deutschen Bundesregierung verschärft sich die Diskussion um eine verbindliche oder freiwillige Verankerung der Sorgfaltspflichten von Unternehmen im internationalen Rohstoffhandel.

Vor diesem Hintergrund diskutieren wir mit Vertreter/innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, wie die Konfliktfinanzierung durch Rohstoffabbau beendet werden soll.

Programm:

Moderation: Deniz Utlu, Deutsches Institut für Menschenrechte

19h      Begrüßung: Johanna Sydow, Germanwatch e.V.

19h10  Key Note: Melanie Müller, TU Berlin

19h25  Podiumsgespräch: Die Verantwortung der deutschen Politik und Unternehmen im       Umgang mit Konfliktrohstoffen

  • Ministerialrat Reinhard Krause, Leiter des Referats Internationale Rohstoffpolitik im Bundesministerium für Wirtschaft u. Energie
  • Vertreter/in des Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (angefragt)
  • Julia Thrul, UnternehmensGrün e.V.
  • Michael Reckordt, Koordinator AK Rohstoffe, PowerShift e.V.

20h00  Diskussion: Öffnung für Fragen aus dem Publikum

20h45 Empfang

Die Veranstaltung findet bei der Heinrich- Böll- Stiftung in der Schumannstraße 8 in Berlin statt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Deutsche Rohstoffpolitik, Konfliktmineralien, Veranstaltungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort