Fotoausstellung von Sammy Baloji während der Alternativen Rohstoffwoche

Der Künstler Sammy Baloji beschäftigt sich seit vielen Jahren kritisch mit der Frage, unter welchen sozialen Bedingungen Rohstoffe abgebaut werden.
Bereits 2009 wurde Sammy Baloji  für seine Foto-Kompositionen mit dem „Prix Pictet“ ausgezeichnet. Damit wurde seine herausragende Arbeit gewürdigt, die sich mit aktuellen, sozialen und umweltbezogenen Fragestellungen auseinandersetzt. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt Baloji im vergangenen Jahr zudem den „Spiegelprijs 2012“ für sein realistisches Bild über die Repräsentation Afrikas in der Welt.
Dem Künstler gelingt es in seiner Arbeit, die koloniale Vergangenheit des Kongos mit seiner Gegenwart zu verknüpfen. Eindrucksvoll stellt er dar, wie die ehemals belgischen Kolonialherren mit Hilfe der Bergbauminen das Land und die Menschen beraubten. Aktuelle Industrieprojekte stellt der Künstler in den Schatten von ehemaligen Bergbauarbeitern. Hierdurch wirft Baloji auch die Frage auf, wer heute von Industrieprojekten profitiert.
Mit seiner Kritik am (Neo-)Kolonialismus öffnet uns Baloji die Augen für Klischees, Vergangenes, Zukünftiges und vor allem: die Gegenwart.

“My previous works were dedicated to colonial architecture. To some extent, my current works have a direct connection with the colonial past, which gave birth to the cities of Katanga province. These cities were built upon mines. The latter belong to Katanga’s history. The essence of my question lies in the daily life of Congolese people. They are traces of the recent past, which is also present.” – Sammy Baloji

Die Berliner NGO AfricAvernir zeigt die Bilder Sammy Balojis vom 11. bis zum 25. Oktober in den Räumlichkeiten der Friedrich-Ebert-Stiftung

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