Rückblick auf die Alternative Rohstoffwoche

An dieser Stelle ein kurzer Rückblick auf die 1. Alternative Rohstoffwoche, für die wir uns bei allen beteiligten Organisationen, Veranstalter/innen, Mitmachenden und Besucher/innen herzlich bedanken möchten. Die Theateraufführungen, Podiumsdiskussionen, Filme, Fachtagungen und Kunstausstellungen der Alternativen Rohstoffwoche wurden von einem breiten Publikum aus Interessierten, Aktiven der Zivilgesellschaft, politischen Entscheidungsträger/innen und Industrie-Vertreter/innen angenommen. So konnte ein dialogischer Austausch zwischen verschiedenen Akteuren und Gruppen geschaffen werden.

Besonders möchten wir uns bei den Gästen aus dem Globalen Süden bedanken. Sie haben weitere Reisen auf sich genommen, um ihre Expertise in mehreren Veranstaltungen zu präsentieren. Nur in einem globalen Austausch kommen wir unseren Zielen, einer global gerechten Rohstoffpolitik näher.

Auch die Presse zeigte Interesse an dem Angebot der Alternativen Rohstoffwoche und lobte, dass „nach der Herkunft und den Abbaubedingungen der in Deutschland verarbeiteten Rohstoffe gefragt“ wurde (siehe Neues Deutschland, 18.10.2013).
Podiumsdiskussion bei der FES


Während der Podiumsdiskussion zum Thema Rohstoffgerechtigkeit bei der Friedrich-Ebert-Stiftung forderte der philippinische NGO-Aktivist Jaybee Garganera die Internalisierung sozialer und umweltbezogener Kosten, die durch Bergbauprojekte entstehen. Der ehemalige stellvertretende Umweltminister Perus, José de Echave unterstützte diese Forderung. Gleichzeitig merkte die Vertreterin der IG Metall, Hannelore Elze, die Wichtigkeit der Rohstoffsicherung für die deutsche Industrie an. Hierdurch wurde ein Zielkonflikt offensichtlich, der auch im Laufe einer Diskussion am Abend mit Vertreter/innen der Parteien aufgegriffen wurde: die Rohstoffsicherung der deutschen Industrie darf nicht auf Kosten von Menschen und Umwelt in den Abbauländern geschehen. Wie ein solcher Konsens umgesetzt werden könnte, verdeutlichte der menschenrechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christoph Strässer, der sich für rechtlich-verbindliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen einsetzt und hierfür eine Reformierung des deutschen Rechts fordert.
Auf einem Crashkurs zur deutschen Rohstoffpolitik beleuchtete der Menschenrechtsexperte Sven Hilbig von Brot für die Welt, wie es zu einer solchen Rechtsreformierung in Deutschland und darüber hinaus auch des Völkerrechts kommen könnte. Um einen Überblick zu den Themen des Crashkurses zu bekommen, empfiehlt es sich, den Blog des freien Journalisten Peter Dörrie zu besuchen (siehe: http://continentofriches.com/), der ebenfalls am Crashkurs teilnahm.
Mit diesen und vielen anderen Veranstaltungen half die Alternative Rohstoffwoche, kritische Fragen rund um die deutsche Rohstoffstrategie zu stellen und aufzuzeigen, was sich verändern muss, um einen deutschen Beitrag zu globaler Rohstoffgerechtigkeit zu leisten. Anknüpfungspunkt waren hierfür die Handlungsempfehlungen Deutscher Nichtregierungsorganisationen Für eine demokratische und global gerechte Rohstoffpolitik.

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