Blick nach Indonesien: Klima, Kohle und Konzerne

Veranstaltet von: Stiftung Asienhaus und der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft
19. Oktober, 18.00 Uhr im Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, Köln

Der größte Inselstaat der Erde verfügt über vielfältige Rohstoffe. Seit Jahrhunderten werden diese überwiegend von ausländischen Mächten sowie lokalen Eliten ausgebeutet. Demokratisierung und Dezentralisierung haben die ökologisch schädliche und sozial ungerechte Ressourcenausbeutung nicht beendet. Im Gegenteil – in vielen Regionen haben Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeit zugenommen. Aktuell ist die Palmölindustrie ein gewaltiger Wachstumsfaktor, wie auch der Kohleabbau, bei dessen Nutzung nachhaltige Aspekte kaum Berücksichtigung finden. Beide Industriezweige sind wirtschaftlich von großer Bedeutung und tragen zugleich zu vielfältigen Konflikten, der Entwaldung und Verarmung der lokalen Bevölkerung bei. Der Raubbau an der Natur hat zudem spürbare Auswirkungen auf den Klimawandel. Korruption, einseitige Interessen sowie unzureichende gesetzliche Maßnahmen führen zu einer risikoreichen Entwicklung.

Referent*innen:
• Kathrin Hartmann (Journalistin)
• Dr. Michaela Haug (Universität zu Köln)
• Dr. Oliver Pye (Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

Kathrin Hartmann ist Journalistin und Buchautorin in München, sie beschäftigt sich mit Greenwashing, mit den Folgen neoliberaler Entwicklungshilfe und der Green Economy im globalen Süden. Für ihr Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ (Blessing Verlag 2015) untersuchte sie unter anderem die sozialen und ökologische Folgen des Palmölanbaus in Indonesien und der Garnelen-Aquakultur in Bangladesch. [www.ende-der-maerchenstunde.de]

Michaela Haug ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie der Universität zu Köln und Mitglied des Global South Studies Center Cologne (GSSC). Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen politische Ökologie, (indigene) Landrechte, Gender, soziale Ungleichheit und Mensch-Umweltbeziehungen in Südostasien/Indonesien.

Oliver Pye ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Südostasienwissenschaften am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Forschungsschwerpunkte sind Globalisierung, soziale Bewegungen und gesellschaftliche Naturverhältnisse in Südostasien. Gegenwärtig arbeitet er zu den transnationalen Dimensionen der Palmölkontroverse.

Eintritt frei |  Bibliothek des Rautenstrauch-Joest-Museum- Kulturen der Welt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln statt.

Eine Veranstaltung von Stiftung Asienhauser und Deutsch-Indonesische Gesellschaft in Kooperation dem Rautenstrauch-Joest-Museum.

Kontakt: Dr. Monika Schlicher, Stiftung Asienhaus, monika.schlicher@asienhaus.de, 0221 716121-11

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Blick nach Indonesien“ und der bundesweiten 3. Alternativen Rohstoffwoche des AK Rohstoffe.