Konfliktmineralien – Sorglos dank Sorgfaltspflichten?

Podiumsdiskussion:

Welche Herausforderungen warten bei der Umsetzung der EU-Verordnung?

am Montag, den 16. Oktober 2017 – 19:00 bis 21:00 Uhr
bei der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Im Juni 2017 trat die Konfliktmineralien-Verordnung der Europäischen Union in Kraft. Unternehmen, die Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold in die EU importieren, müssen Maßnahmen ergreifen, um Konfliktfinanzierungen und Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Abbau oder Handel dieser Rohstoffe zu unterbinden. Damit werden europäische Unternehmen zum ersten Mal verpflichtet, Verantwortung für ihre Rohstofflieferketten zu übernehmen.

Die Umsetzung der EU-Verordnung wirft viele Fragen auf, die wir mit Vertretern aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik diskutieren möchten: Ist die EU-Verordnung ausreichend, um eine Konfliktfinanzierung beim Abbau von und dem Handel mit Rohstoffen zu unterbinden? Wie bereiten sich Unternehmen darauf vor, die Achtung ihrer Sorgfaltspflichten zu gewährleisten? Welche Maßnahmen zur Begleitung der Umsetzung plant das Wirtschaftsministerium? Welche Aspekte gilt es aus Sicht von zivilgesellschaftlichen Vertretern aus der Demokratischen Republik Kongo und den Philippinen besonders zu beachten?

Es diskutieren:

Fidel Bafilemba (GATT-RN, DR Kongo)
Dr. Ben Molino (Alyansa Tigil Mina, Philippinen, tbc)
Dr. Thomas Gäckle (Rohstoffpolitik, Bundeswirtschaftsministerium)
Uwe Kekeritz MdB (Bündnis 90/Die Grünen, angefragt)
Sebastian Schiweck (WirtschaftsVereinigung Metalle)

Moderation: Isabel Ebert (Business & Human Rights Resource Centre)

Die Podiumsdiskussion wird auf Deutsch und Englisch geführt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Um Anmeldung wird gebeten bei:
merle.groneweg@power-shift.de