Veranstaltung (15.05.2014 in Berlin): Handel mit Konfliktrohstoffen – Geht die EU weit genug?

Am 5. März 2014 legte die EU-Kommission unter Federführung der Generaldirektion Handel einen Regulierungsvorschlag zum Handel mit Konfliktrohstoffen vor. Das darin enthaltene Maßnahmenpaket zielt darauf ab, die Finanzierung der Aktivitäten von bewaffneten Gruppen in Konflikt- und Risikozonen durch Bergbau und Handel mit Zinn, Tantal, Wolfram und Gold zu erschweren. Dies soll durch die Konkretisierung der Sorgfaltspflichten (Due Diligence) für europäische Akteure in der Rohstofflieferkette und einen freiwilligen Zertifizierungsmechanismus für mehr Transparenz erreicht werden (Standpunkt der deutschen NGOs dazu).

Diese europäische Initiative ist auch für Deutschland von großer Bedeutung: Laut Koalitionsvertrag soll die Bundesregierung die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, welche 2011 vom Menschenrechtsrat einstimmig angenommen wurden, auf nationaler Ebene umsetzen. Eine effektive Regulierung des Rohstoffhandels und der beteiligten Unternehmen ist hierfür unabdingbar.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte und die HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance laden aus diesem Anlass dazu ein, den Entwurf der EU-Kommission aus einer menschenrechtlichen Perspektive zu betrachten und zu diskutieren. Nach einer kurzen Einführung in das Thema wird der Entwurf von Vertretern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft kommentiert und im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Veranstaltungsgästen diskutiert werden.

Anmeldung erbeten bis zum 8. Mai über das Online-Anmeldeformular

Detailliertes Programm

Wann: 15. Mai 2014, 18:00 bis 20:15 Uhr

Wo: Humboldt-Viadrina School of Governance, Wilhelmstraße 67, 10117 Berlin

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